A4 (Rakete)

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Das A4 (Aggregat 4), bekannter als die "V2" (Vergeltungswaffe 2), war die erste Rakete, die in großer Zahl von deutscher Seite im 2. Weltkrieg eingesetzt wurde. Sie war 14 m hoch, wog 13.5 Tonnen und wurde mit Alkohol/ Sauerstoff betrieben.

Die Rakete erreichte Geschwindigkeiten bis 5000 km/h (etwa 4 Mach) und mit einer Nutzlast von 1.000 kg eine Reichweite von 250 - 300 km. Nach dem Krieg waren Beuteexemplare die Basis der Raumfahrtentwicklungen von Russland und den USA.

Entwickler der V2 war Wernher von Braun, der Leiter der Raketenabteilung im Peenemünde und später einiger US-Raumfahrtprogramme. Ihre Vorgängermodelle waren nur teilweise erfolgreich: A2 (1935 2 Expl.), V1 (Raketenflugzeug, erster Bombeneinsatz Juni 1944) und A3 (viele Fehlstarts 1937/38), erst als A5 1939 erfolgreich.
Die V2 (A4) startete erstmals im März 1942. Im Oktober erreichte sie bei einem Testflug bei Mach 5 eine Höhe von 90 km - und damit erstmals den Weltraum.

Gefertigt wurde die Raketenwaffe in einem unterirdischen Industriekomplex im KZ Dora/Mittelbau. Stahlruder und ein Kreisel in der Raketenmitte sorgten für die Stabilisierung des Flugs. Mit Sprengköpfen bestückt bombardierte sie ab 6. September 1944 englische Städte, vor allem London. Zwar war die Treffergenauigkeit gering, aber allein ihre Menge reichte, um große Teile Londons zu verwüsten.

Wernher von Brauns Zielrichtung war eher zivil, wie aus den weltraumtauglichen Entwürfen A9-A12 mit ihren Astronautenkapseln hervorgeht. Nach dem V2-Angriff auf London am 8. November 1944 soll er gesagt haben: Das hätte nie geschehen sollen... Wir haben diese Rakete gebaut, um das Tor zu anderen Welten zu öffnen - nicht um Verwüstungen auf dieser Erde anzurichten. Soll das die Frucht unserer Arbeit gewesen sein?

Details zur V2:

Siehe auch: Rakete, Waffe, Geschichte der Raumfahrt




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