|
|
Gemeinsamer Ursprung adventistischer Gemeinschaften ist die religiöse Erweckungsbewegung Anfang des 19. Jahrhunderts in den USA. Eine zentrale Rolle spielte dabei der baptistische Prediger William Miller (1782-1849) aus Pittsfield (USA), welcher ausgehend von biblischen Angaben die Wiederkunft Jesu Christi für Oktober 1844 berechnet hatte.
Für das Ausbleiben der Wiederkunft machte er die "Sabbat-Schändung" der christlichen Kirchen verantwortlich. Daher feiern die Adventisten den Samstag, den siebenten Wochentag als Sabbat und nicht den Sonntag.
1853 erfolgte die Gründung der ersten Adventgemeinde und 1858 führte man die Abgabe des Zehnten (nach Lev. 27, 30) verbindlich ein. 1863 tagte die Generalkonferenz der Siebenten-Tags-Adventisten.
Nach Ausbleiben der Wiederkunft zerfiel die Bewegung, jedoch konnten einige der daraus später hervorgegangenen religiösen Gemeinschaften größere Verbreitung finden.
Dies sind weltweit gesehen insbesondere die Siebenten-Tags-Adventisten, die Zeugen Jehovas und die Weltweite Kirche Gottes.
Weitere Gemeinsamkeiten adventistischer Gemeinschaften sind neben der erwarteten Wiederkunft Christi die Ablehnung der Unsterblichkeit der Seele, der Glaube an einen fixen "Heilsplan" Gottes mit den Menschen und eine Ablehnung bzw. starke Kritik der Ökumene.
Eine von der amerikanischen Advent-Bewegung völlig unabhängige religiöse Bewegung Anfang des 19. Jahrhunderts, welche ebenfalls die baldige Wiederkunft Christi erwartete, führte in Europa zur Begründung der Neuapostolischen Kirche.
Siehe auch: Konfessionen, Christentum