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Daten zu aggregieren ist eine wichtige Methode, um in Geowissenschaften und Soziologie zu abgesicherten Aussagen zu kommen. Sie gehört zu den Standardwerkzeugen von Geografie und Statistik und ist als Tool in jedem Informationssystem enthalten. Beispielsweise fassen Statistiker die erhobenen Daten kleiner Zählbezirke (Wohnhaus, Häuserblock) zu größeren Flächen zusammen, um sie mit anderen Daten (Wirtschaft, Verkehr...) verknüpfen zu können.
Aggregation kann auch materielle Zusammenlagerung bedeuten, wodurch ein Aggregat entsteht - z.B in der Chemie: ein nicht stark gebundener Zusammenhang von Ionen oder anderen Teilchen.
In der Biologie spricht man von einem Aggregationsverband, wenn etwa bei Grünalgen einzelne Zellen Verbände bilden, ohne dass dabei ihre Individualität verlorengeht. Aggregation kann durch aktives Zusammenwandern von Einzelzellen oder durch passives Zusammenstoßen und Zusammenkleben von Zellen in Suspensionen erfolgen (Zelladhäsion). Musterbeispiele finden sich auch bei Pilzen oder Bakterien, wo es auch zu Netzstrukturen oder Symbiose kommen kann.
In der Ethologie sind Aggregationen einfache Tiergesellschaftengesellschaften, die ohne soziale Bindung durch Umwelteinflüsse entstehen - etwa an Tränken. Auch artübergreifende, anonyme Verbände sind möglich, z.B. bei günstigen Schlafplätzen (Fledermäuse) oder an attraktiven Blüten (Insekten).
Siehe auch: Generalisierung, Klassifizierung; GIS, LIS, Grundbuch, Information, Kartografie, Kartometrie, Kataster, Statistik, Tachymetrie; Gregarismus, Schlafverband, Zellklumpen etc.