Ägyptischer Kalender

Der Kalender im alten Ägypten wurde durch das lebenswichtige Nilhochwasser bestimmt. Da dieses im Jahresrhythmus auftritt, entwickelte sich ein Sonnenkalender von 365 Tagen. Schalttage kannte man in Ägypten nicht, und so wanderte das Jahr im Laufe eines Menschenlebens um ca. 20 Tage, gemessen an den Jahreszeiten.

Aufgrund dieser Verschiebung dauert es z.B. 1460 julianische Jahre, bis der ägyptische Neujahrstag und das Erscheinen des Sirius am Morgenhimmel wieder auf den selben Tag fielen. Dieser Zeitraum wird Sothisperiode genannt. Dies war den Priestern wohlbekannt, aber eine entsprechende Kalenderreform Ptolemaios III. Euergetes I. im Jahre 284 v. Chr wurde nach dessen Tod wieder rückgängig gemacht, vermutlich weil die Priesterschaft eine Gefährdung ihrer gesellschaftlichen Position durch solcherart veröffentlichtes Geheimwissen sah.

Das Jahr war in 12 Monate à 30 Tagen eingeteilt. Die Monate wiederum gliederten sich in drei "große Wochen" mit je 10 oder in sechs "kleine Wochen" mit je fünf Tagen.

Fünf Tage am Jahresende waren keinem Monat zugeordnet, sondern galten als Geburtstage der Götter und standen als Extratage im Kalender.

Die Ägypter unterschieden drei Jahreszeiten, die an der Landwirtschaft orientiert waren: Überschwemmung, Aussaat, Ernte.



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