|
|
Mit Alchemie wird die vorwissenschaftliche Chemie der Spätantike und des Mittelalters bezeichnet. Sie war z.T. von der Idee der künstlichen Herstellung von Gold getrieben und auf der Suche nach dem Stein der Weisen. Dabei arbeitete sie hauptsächlich mit der Methode Versuch und Irrtum (Trial and Error). Die Alchemisten waren der Meinung, chemische Elemente könnten ineinander umgewandelt werden (Transmutation).
Wichtige Grundlage und sozusagen die Bibel der Alchemisten war die Tabula smaragdina. Das ist eine dem Hermes Trismegistos zugeschriebene, ursprünglich wohl griechische, später in lateinischer Fassung verbreitete Sammlung von wenigen, schwer verständlichen und auslegungsbedürftigen Sätzen, in denen die gesamte Weltweisheit enthalten sein sollte.
Alchemisten befaßten sich auch mit der Herstellung lebender Kunstwesen (Homunculus, Basilisk). Anklänge an diese okkulten Experimente finden sich noch in Goethes Faust I und Faust II und in Meyrinks Golem, um nur einige Beispiele zu nennen.
Wir verdanken der Alchemie u.a. die (Wieder-)Erfindung des Porzellans und Schwarzpulvers in Europa.
Siehe auch Athanor