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Alfred Dreyfus, Sohn eines jüdischen Unternehmers aus Mühlhausen, studierte von 1882 bis 1889 und wurde Berufsoffizier der französischen Armee. 1894 wurde er, inzwischen Hauptmann, des Geheimnisverrats bezichtigt. Er sollte Geheimnisse an das Deutsche Reich verraten haben. Er wurde von einem Militärgericht zu lebenslänglicher Verbannung verurteilt. In Frankreich kam es während des Prozesses zu antisemitischen Demonstrationen. Die französische Republik wurde von der Dreyfus-Affäre erschüttert. Schon bald stellte es sich heraus, dass die Beweise gegen den Offizier gefälscht waren. Emile Zola und andere setzten sich für die Rehabilitierung Dreyfus' ein. Bekannt wurde der Brief Zolas J'accuse, der in einer Zeitung erschien.
1899 wurde der Prozess noch einmal aufgerollt. Dem Angeklagten Dreyfus wurden aber nur mildernde Umstände zugebilligt, und er wurde nun zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Der französische Präsident beugte sich der internationalen Kritik und begnadigte Dreyfus. Alfred Dreyfus diente im Ersten Weltkrieg in der französischen Armee.