Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch

Das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch (ABGB) ist die heute noch (mit Novellierungen) geltende Kodifikation des Zivilrechtes in Österreich.

Kundgemacht durch kaiserliches Patent am 1. Juni 1811 und mit 1. Januar 1812 in Kraft getreten, behandelte es umfassend die allgemeinen zivilrechtlichen Fragen ursprünglich in allen Erbländern der Monarchie, später im Bundesgebiet von Österreich, zuletzt kam das Gebiet des Bundeslandes Burgenland hinzu.

Im Zuge zahlreicher Novellierungen und Derogation durch andere Gesetze (z. B. das Handelsgesetzbuch [HGB], das Konsumentschutzgesetz [KSchG] oder das Mietengesetz [MG]; später Mietenrechtsgesetz [MRG]) wurde das Anwendungsgebiet eingeschränkt, trotzdem ist es nach wie vor die Grundlage des österreichischen Zivilrechtssystems.

Anders als das deutsche BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) ist es nicht nach dem moderneren Pandektensystem aufgebaut, wurde jedoch als alte Kodifikation stark rezipiert, so zB in der Türkei.





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