|
|
| Table of contents |
|
2 Organisatorische Entwicklungen 3 Theologische Entwicklungen |
Zeitliche Abgrenzung
Im Wesentlichen handelt es sich um die Zeit vor der Abspaltung der monophysitischen Kirchen und vor der theologischen Auseinanderentwicklung der orthodoxen und katholischen Kirche. Kennzeichnend für die Zeit der Alten Kirche ist, dass die theologischen Entwicklungen, die ökumenischen Konzile, die Heiligen, und Kirchenväter dieser Zeit in allen großen Kirchen anerkannt werden.
Generell zur Epoche der Alten Kirche gerechnet wird die Zeit des Urchristentums, die Zeit der Apostolischen Väter, der Apologeten, der frühchristlichen Märtyrer, der Kirchenväter, die Reichskirche nach der Konstantinischen Wende und die ersten vier Ökumenischen Konzile bis zum Konzil von Chalcedon 451.
Für die westliche Kirche wird die Epoche der Alten Kirche oft bis zum Untergang des Weströmischen Reichs gerechnet, nach manchen Autoren auch bis zu Gregors dem Großen 590-604, dem letzten Kirchenlehrer des Westens, der auch in der Ostkirche anerkannt wird.
Für die Ostkirche umfasst die Zeit der Alten Kirche die Zeit bis zum 7. Ökumenischen Konzil, dem zweiten Konzil von Nizäa 787.
Sowohl die orthodoxe als auch die katholische Kirche sehen sich als nahtlose Weiterentwicklung der Alten Kirche. Beide betrachten die Zeit der Alten Kirche als Teil der Geschichte ihrer eigenen Kirche - d.h. sowohl die orthodoxe als auch die katholische Kirchengeschichte beginnen an Pfingsten.
Ebenfalls in die Zeit der Alten Kirche fallen die Anfänge des Mönchtums, die ersten Klöster in Ägypten, die Ordensregeln von Basilius von Caesarea und von Benedikt von Nursia.
In der Zeit der Alten Kirche entstanden der Kanon des Neuen Testaments und die allgemein anerkannten Glaubensbekenntnisse.
Wesentliche Konflikte dieser Zeit gibt es mit der Gnosis, mit dem Hellenismus (Apologeten), bezüglich Christologie (Arianischer Streit, Nestorianischer Streit und bezüglich Ekklesiologie (Donatismus).
Organisatorische Entwicklungen
In die Zeit der alten Kirche fällt die Entwicklung vom Urchristentum zur Bischofskirche und dann zu den fünf Patriarchaten Alexandria, Antiochia, Jerusalem, Konstantinopel und Rom.Theologische Entwicklungen
Theologisch und philosophisch entspricht die Zeit der Patristik.