Altkatholische Kirche

Die Alt-Katholische Kirche, auch Christkatholische Kirche, entstand im Anschluss an das Erste Vatikanische Konzil (1870). Die katholischen Christinnen und Christen, welche die Beschlüsse des ersten Vatikanischen Konzils nicht annahmen, wurden von der römisch-katholischen Kirche exkommuniziert und gründeten schließlich in Folge eigene Gemeinden und Kirchen. Die wesentlichen Konfliktpunkte waren die auf dem Konzil fomulierten Dogma/Dogmen von der Unfehlbarkeit des Papstes, sowie das Rechtsprimat des Papstes über alle Bischöfe.

Weitere Unterschiede zur römisch-katholischen Kirche sind:

Die christkatholische Kirche sieht in diesen Punkten nicht Neuerungen, sondern die Wiederherstellung des ursprünglichen Katholizismus, der dem Evangelium von Jesus Christus entspricht.

Die alt-katholischen und christkatholischen Kirchen sind in der sogenannten Utrechter Union zusammengeschlossen.

Seit 1931 stehen die alt-katholischen und christkatholischen Kirchen Abendmahlsgemeinschaft in voller Kirchengemeinschaft mit der Anglikanischen Kirche. Sie sind Gründungsmitglieder des Ökumenischen Rates der Kirchen und wirken massgeblich in der ökumenischen Bewegung mit. Unionsversuche mit der Orthodoxen Kirche scheiterten dagegen, da diese die Alt-Katholiken als eine im Kern protestantische Kirche betrachteten.

Altkatholiken im deutschsprachigen Raum

Außerhalb des deutschen Sprachraums gibt es altkatholische Kirchen in Holland, Tschechien, Italien, Jugoslawien, den USA und Kanada.

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