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Der Amateurfunkdienst ist ein technisch experimenteller Funkdienst. Seine Teilnehmer betreiben diesen zu technischen und wissenschaftlichen Studien, zur eigenen Fort- und Weiterbildung, aber auch einfach nur als interessantes Hobby. Funkamateure dürfen nur mit anderen Funkamateuren Funkbetrieb durchführen, es sei denn sie benutzen Geräte die für Jedermann zugelassen sind.
Funkamateure sind verpflichtet, in Not- und Katastrophenfällen Hilfe zu leisten. Das Amateurfunknetz ist weltweit ausgebaut, in jedem Land der Erde finden sich Funkamateure.
Funkamateure dürfen diverse Frequenzbereiche, so genannte Bänder, zwischen 135 kHz und 250 GHz für ihren Funkdienst nutzen. Dabei kommen traditionelle drahtlose Übertragungsverfahren, wie die Morsetelegrafie (siehe auch Morse-Code) und Sprechfunk, genauso zum Einsatz, wie Funkfernschreibbetriebsarten und modernste digitale Betriebsarten. Auch Fernsehaussendungen (das so genannte Amateur-TV, kurz ATV) finden sich in den Amateurfunkbändern. Die Bänder reichen vom Langwellen- und Mittelwellen- über den Kurz- und Ultrakurzwellen- bis hinauf in den Gigahertzbereich. Neben direkten Verbindungen sind auch Gespräche via Relais, Satelliten, EME oder auch Meteorscatter möglich.
Der Empfang von Aussendungen, die auf Amateurfunkfrequenzen ausgestrahlt werden, ist in Deutschland jedermann gestattet. Zum Senden und damit zur Teilnahme am Amateurfunkdienst benötigt man aber ein so genanntes "Amateurfunkzeugnis. Darüber hinaus wird die "Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst" benötigt, die der Person das eigentliche Rufzeichen zuteilt. Diese Zulassung wird im Allgemeinen zusammen mit der bestandenen Prüfung erteilt. Das Rufzeichen ist vergleichbar mit dem Autokennzeichen, es ist weltweit einmalig und identifiziert damit die Amateurfunkstation und den Funkamateur.
Aufgrund der durch die Prüfung nachgewiesenen Kenntnisse sind Funkamateure (im Gegensatz zu anderen Funkdiensten wie dem CB-Funk) berechtigt, ihre Sende- und Empfangsanlagen selber zu bauen.
Das Amateurfunkzeugnis erwirbt man durch eine Prüfung bei der nationalen Fernmeldeverwaltung, in Deutschland ist dies die "Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post" (RegTP). Mit bestandener Prüfung wird das Amateurfunkzeugnis ausgehändigt.
Es existieren in Deutschland drei verschiedene Lizenzklassen, diese seien hier nur kurz erwähnt:
;Klasse 1: Zugang zu allen Amateurfunkbändern mit einer maximalen Senderausgangsleistung von 750 W.
;Klasse 2: Zugang zu allen Amateurfunkbändern über 30MHz mit einer maximalen Senderausgangsleistung von 750 W.
;Klasse 3: Zugang zum 2 m (144-146 MHz) und 70 cm-Band (430-440 MHz) mit einer maximal von der Antenne abgestrahlten Leistung von 10 W.
Die Anforderungen der Prüfung hängen von der Lizenzklasse ab. Die Prüfungen für Klasse 1 und 2 sind identisch. Ein Inhaber der Klasse 1 hat aber zusätzlich Kenntnisse im Geben und Hören von Morsezeichen nachgewiesen. Die Klasse 3 dient als Einstiegsklasse. Es werden Grundkenntnisse geprüft.
Geprüft wird in den Prüfungsteilen
Hinsichtlicht der Senderausgangsleistung gelten für den Amateurfunkdienst die gleichen strengen Grenzwertforderungen wie für alle anderen kommerziellen Funkdienste. Ein Funkamateur muss gegenüber der RegTP nachweisen, dass er diese Grenzwerte einhält.