Amische

Die Amische, engl. Amish, sind eine Religionsgemeinschaft der Mennoniten, die in 22 Siedlungen in den USA und in Ontario (Kanada) leben. Sie führen ein meist bäuerliches Leben, und sind bekannt dafür, den technischen Fortschritt strikt abzulehnen. Die Amische legen großen Wert auf Familie, Gemeinschaft und Abgeschiedenheit von der Außenwelt. Sie stammen größtenteils von Deutschen, aber auch von Schweizern, Engländern, Walisern, Schotten oder Franzosen ab.

Table of contents
1 Namensgebung
2 Pennsylvania
3 Das Leben der Amische
4 Mennoniten und Amische
5 Gegenwart

Namensgebung

Der Name stammt von dem Schweizer Bischof Jakob Ammann, der im 17. Jahrhundert die Trennung von den Anabaptisten bewirkte. Die Gruppe der Amische wahrten eine strenge Disziplin innerhalb ihrer Gemeinschaft, und sahen sich auch deswegen zunehmender Feindseligkeiten und Verfolgungen ausgesetzt.

Pennsylvania

Im 18. Jahrhundert wanderten sie in die USA nach Pennsylvania aus. Die ersten bedeutenden Gruppen erreichten Lancaster County von 1720 bis 1730.

Das Leben der Amische

Als Old Order Amische bezeichnet man diejenigen, die mit größter Radikalität technische Errungenschaften ablehnen. Sie fahren Pferdekutschen, erwachsene Männer tragen lange Bärte und ihre Kleidung ist sehr einfach gehalten. Kinder der Old Order Amische besuchen keine öffentlichen Bildungseinrichtungen, sondern gesonderte private Schulen, wo sie von jungen unverheirateten Frauen unterrichtet werden. Nach ihrer Schulzeit arbeiten sie meistens auf der Farm ihrer Familie, bis sie heiraten.

Mennoniten und Amische

Andere Gruppen, besonders die Mennoniten, sind weniger streng. Ihnen ist es z.B. auch erlaubt höhere Bildungsgrade zu erlangen, und sogar Hochschulen zu besuchen. Die meisten Amische sind dreisprachig. Untereinander sprechen sie den deutschen Dialekt Pennsylvaniadeutsch, beim Gottesdienst benutzen sie Hochdeutsch, und Englisch gebrauchen sie, um mit der Außenwelt zu kommunizieren. Die Familie ist ein wesentliches Element der Amisch-Gemeinschaften. Im Alter von 16 Jahren beginnen die Ersten einen Lebensgefährten zu suchen. Im Alter von 20 Jahren finden dann die meisten Hochzeiten statt. Ein junges verheiratetes Paar lebt vorerst bei den Eltern der Braut, bis sie im Frühling des darauffolgenden Jahres in ein eigenes Haus ziehen.

Gegenwart

Zur Zeit gibt es ungefähr 150.000 Amische. Durch eine besonders hohe Geburtenrate von sechs oder mehr Kindern in einer Familie wird sichergestellt, dass ihre Tradition und Sprache auch zukünftig erhalten bleiben wird.




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