Analogie

Analogie, Adjektiv analog (griechisch analogos: proportional, entsprechend, verhältnismäßig) hat je nach Kontext und Verwendung als Substantiv oder Adjektiv unterschiedliche Bedeutungen:

  1. Etwas verhält sich analog also gleich oder entsprechend, zu etwas anderem, es bildet also eine Analogie, man kann per Analogieschluss Erkenntnisse gewinnen.

  2. (math., v.a. adjektivisch) Eine Gleichung oder ein Beweis ist analog, wenn die gleichen mathematischen Beziehungen zu Grunde liegen.

  3. (techn., nur adjektisch oder in substantivisch in Zusammensetzungen) Von analogen Signalen oder Analogsignalen spricht man, wenn eine wert- und zeitkontinuierliche Zuordnung von einer physikalischen Messgröße zu einer anderen (z.B. Temperatur zu Spannung, aber auch Eingangs- zu Ausgangsspannung) vorgenommen wird (vgl. digital). Ein Beispiel für Analogsignale sind die klassischen Fernseh- und Rundfunksignale (MV, UKW, HF-Signale) im Vergleich zur digitalen Ausstrahlung (DAB und DVB).

  4. (biolog. meist adjektivisch) Analoge Strukturen sind funktionsgleiche Strukturen, die sich nicht bis zu einen gemeinsamen Vorfahren zurückverfolgen lassen. Siehe dazu Analogie (Biologie).

  5. (Rechtswissenschaft) Eine Rechtsnorm wird auf einen Sachverhalt analog angewandt, wenn ihre tatbestandlichen Voraussetzungen zwar nicht vorliegen, das Gesetz aber eine planwidrige Lücke enthält und eine vergleichbare Interessenlage gegeben ist.

Siehe auch: Homologie





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