Analogie
Analogie, Adjektiv analog (griechisch analogos: proportional, entsprechend, verhältnismäßig) hat je nach Kontext und Verwendung als Substantiv oder Adjektiv unterschiedliche Bedeutungen:
- Etwas verhält sich analog also gleich oder entsprechend, zu etwas anderem, es bildet also eine Analogie, man kann per Analogieschluss Erkenntnisse gewinnen.
- (math., v.a. adjektivisch) Eine Gleichung oder ein Beweis ist analog, wenn die gleichen mathematischen Beziehungen zu Grunde liegen.
- (techn., nur adjektisch oder in substantivisch in Zusammensetzungen) Von analogen Signalen oder Analogsignalen spricht man, wenn eine wert- und zeitkontinuierliche Zuordnung von einer physikalischen Messgröße zu einer anderen (z.B. Temperatur zu Spannung, aber auch Eingangs- zu Ausgangsspannung) vorgenommen wird (vgl. digital). Ein Beispiel für Analogsignale sind die klassischen Fernseh- und Rundfunksignale (MV, UKW, HF-Signale) im Vergleich zur digitalen Ausstrahlung (DAB und DVB).
- (biolog. meist adjektivisch) Analoge Strukturen sind funktionsgleiche Strukturen, die sich nicht bis zu einen gemeinsamen Vorfahren zurückverfolgen lassen. Siehe dazu Analogie (Biologie).
- (Rechtswissenschaft) Eine Rechtsnorm wird auf einen Sachverhalt analog angewandt, wenn ihre tatbestandlichen Voraussetzungen zwar nicht vorliegen, das Gesetz aber eine planwidrige Lücke enthält und eine vergleichbare Interessenlage gegeben ist.
Siehe auch: Homologie
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