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Kunststudium in Freiburg im Breisgau, Karlsruhe und Düsseldorf, zuletzt bei Joseph Beuys.
Kiefer zählt zu den erfolgreichsten deutschen Künstlern nach dem Zweiten Weltkrieg. Bekannt wurde er vor allem durch seine Materialbilder. In seinem gesamten Schaffen setzt sich Kiefer mit der Vergangenheit auseinander, berührt Tabu- und Reizthemen der jüngeren Geschichte. So findet sich auch verstärkt das Thema der NS-Herrschaft in seinem Schafffen behandelt; Für sein Werk Margarethe etwa ließ er sich von Paul Celans wohl bekanntestem Gedicht Todesfuge inspirieren.
Seine Werke zeichnen sich durch einen dumpfen, fast schon depressiv wirkenden, zerstörerischen Duktus aus. In den meisten seiner Arbeiten verwendete Kiefer eine (Farb-)Photographie als Ausgangsfläche, um sie dann mit Erde und anderen Rohmaterialen der Natur zu 'bearbeiten'. Gleichfalls charakteristisch für ihn ist es, dass man in (fast) allen seinen Gemälden Schriftzüge bzw. Namen von Menschen, Sagengestalten oder geschichtsträchtigen Orten findet.
All dies sind verschlüsselte Siglen, wodurch Kiefer die Vergangenheit für sich und andere aufzuarbeiten sucht. Aufgrund dessen wird er oftmals auch mit einer als Neuer Symbolismus bezeichnete Stilrichtung in Verbindung gebracht.