Anubis

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Anubis
aus Meyers Konversationslexikon 1888
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Anubis zählt in der ägyptischen Mythologie zu den obersten Gottheiten. Er wird als Sohn der Nephthys und des Osiris angesehen, der meinte, seiner Frau Isis beizuwohnen. Er ist der Gott der Bestattung (Einbalsamierung), der Wächter der Totenstädte und er geleitet die Seelen in die Unterwelt, wo Osiris ihre Taten beim Totengericht abwägt. Nephthys setzte ihren Sohn Anubis nach der Geburt aus. Nachdem Isis von der Existenz des Anubis erfuhr, ließ sie das Kind durch abgerichtete Hunde suchen und zog es auf. Nach der Ermordung und Zertsückelung des Osiris half Anubis bei der Suche nach den Leichenteilen seines Vaters, auch er mit Hilfe von Hunden.

Er wurde in der mythologischen Darstellung früher als Schakal oder Hund, später als Mensch mit Schakalskopf dargestellt. Hauptort seiner Verehrung war Kynopolis (Hundestadt) in Mittelägypten. Die griechische Mythologie hat viel aus diesen Vorstellungen übernommen: Anubis wird dort als Hermes in seiner Funktion als Begleiter der toten Seelen und als Zerberus in seiner Funktion als Bewacher der Unterwelt benannt.

Anubis ist auch ein Charakter in der erfolgreichen Fehrnsehsendung "Stargate".

Siehe auch: Liste ägyptischer Götter

Andere hundsgestaltige Götter: Upuaut



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