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Apfelbäume werden sowohl zum Obstanbau (Kulturapfel) als auch zur Zierde (Blüten, Früchte) angepflanzt. Der Apfel ist in Deutschland mit einem Jahresprokopfkonsum von über 17 Kilogram vor Bananen oder Birnen das meist gegessene und auch das beliebteste Obst: bei Umfragen gaben 2/3 der Deutschen den Apfel beliebtestes Obst an. Die Früchte vieler Wildäpfel kann man entsaften und zu Apfelgelee verarbeiten.
Der Kulturapfel (botanisch Malus domestica) ist eine Kulturobstart aus der Gruppe des Kernobstes.
Er gilt als eine Zuchtform, die durch Kreuzung des auch heute noch wild vorkommenden Holzapfels (Malus sylvestris) mit anderen Apfelarten (Malus praecox, Malus dasyphylia) entstanden ist.
Von den ca. 20.000 verschiedenen Apfelsorten, die es weltweit gibt, werden in Deutschland etwa 1000 Sorten angebaut. Apfelsorten sind und waren schon immer Klone, die auf ein geschlechtlich vermehrtes Individum zurückgehen, das, sobald es als Sorte betrachtet wird, nur noch ungeschlechtlich, meist durch Veredelung vermehrt wird. Im Handel werden ca. 30–40 Sorten zum Verkauf angeboten (siehe Bild), mit sinkender Tendenz. Davon sind es in Europa nur 4 gängige Apfelsorten, die nahezu 70% des Gesamtangebotes ausmachen. In vielen Bereichen ist die Gefahr groß, dass Sorten unwiederbringlich verloren gehen, beim Apfel jedoch ist diese Gefahr vergleichsweise gering. Im Prinzip reicht ein (oft recht langlebiger) Apfelbaum aus, um eine Apfelsorte zu erhalten, da jede Apfelsorte ein Klon ist und durch Veredelung leicht in beliebiger Zahl vermehrt werden kann. Alte Haustierrassen sind dagegen Populationen verschiedener Individuen, die bestimmte gemeinsame Merkmale aufweisen und die bisher fast nur geschlechtlich vermert werden. Daher ist ihr Erhalt ungleich aufwendiger (siehe auch: genetischer Flaschenhals). Ein Refugium für alte Apfelsorten sind Streuobstwiesen. (Siehe auch: Artenvielfalt).
Bei den alten Sorten wurde unterschieden zwischen:
Die bekannteste „Geschichte” ist wohl die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies aus dem Alten Testament. Eine Frucht vom Baum der Versuchung, die Adam und Eva verbotenerweise essen, um wie Gott zu werden, ist der Auslöser. Obwohl die ursprünglichen Autoren der Bibel mit dieser Frucht wahrscheinlich eher eine Feige meinten, hat sich in der westlichen Welt der Gedanke festgesetzt, es sei ein Apfel gewesen.
In der griechischen Mythologie gibt es den Apfel der Eris, der Göttin des Streits und der Zwietracht. Auf einem Hochzeitsfest wirft sie einen Apfel mit der Aufschrift „der Schönsten” unter die Göttinnen, um Zank und Streit hervorzurufen. Paris, ein trojanischer Königssohn, soll die Entscheidung fällen (Parisurteil) und wählt Aphrodite, die Liebesgöttin als Schönste, was im Endeffekt zum Trojanischen Krieg führt.
Ein Gegenstand oder eine Tatsache, die zu einer Auseinandersetzung führt, wird deshalb heute als Zankapfel bezeichnet.
Steve Jobs, der Gründer von Apple Computer nennt seinen ersten selbstgebauten Computer Apple I und eine spätere Reihe Macintosh nach der Apfelsorte McIntosh.
Einige Arten
Kulturapfel

Verschiedene Standard-Apfelsorten:
Oben: Yellow Delicious, Red Delicious
Unten:Golden Delicious, McIntoshAktuelle Apfelanbaugebiete (Großanbau)
Moderne Apfelsorten aus dem Großanbau
(Auswahl, grob nach wirtschaftlicher Bedeutung sortiert. Siehe auch: Apfelsorten)Zitate und Sprüche
Geschichten um den Apfel
Produkte aus Äpfeln
Begriffe mit Apfel als Wortteil
Die Form des Apfel läßt ihn als Modell für eine Kugel verwenden und ist dadurch im Fall Kehlkopf, Erdapfel, Gallapfel und Pferdeapfel bei der Begriffsbildung für kugelförmiges benutzt worden:Literatur
Weblinks
Geschichte, Anbau, Sortenkunde