|
|
| Table of contents |
|
2 Der 12. Apostel 3 Weitere Apostel 4 Apostel außerhalb des Christentums |
In den Evangelien wird von der Auswahl der Jünger Jesu Christi berichtet, die nach Kreuzigung, Auferstehung und Himmelfahrt Jesu dessen Apostel genannt werden.
Das Matthäusevangelium (10,2ff) und das Markusevangelium (3,18ff) nennen als die zwölf Jünger
Simon Petrus und seinen Bruder Andreas,
Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus,
Philippus, Bartholomäus,
Thomas, Matthäus (der Zöllner),
Jakobus (Sohn des Alphäus), Thaddäus, Simon Kanaanäus und Judas Ischariot.
Das Lukasevangelium folgt dieser Aufzählung im Wesentlichen (6,13ff); anstelle des Thaddäus kennt es aber einen Judas, Brudes des Jakobus.
Simon Kanaanäus wird auch als Zelot ('Eiferer') bezeichnet.
Im Johannesevangelium existiert keine formale Liste der Jünger.
Allerdings tritt ein Nathanael, der in den anderen Evangelien nicht erscheint, auf (1,45ff, 21,2).
Die Anzahl zwölf hat aufgrund der jüdischen Tradition der zwölf Stämme Israel eine spezielle Bedeutung.
Das neue Testament stellt nur wenige Jünger bzw. Apostel als Individuen dar (z. B. Simon Petrus, Johannes, Judas Ischariot). Generell bleiben sie bis auf ihren Namen oder einzelne Ereignisse unbeschriebene Blätter.
Dadurch sind auch die unterschiedlichen Namen, die in den vier Evangelien angegeben werden, ohne wirkliche Konsequenz.
Nach der Himmelfahrt, vor dem Pfingstfest, haben die verbleibenden elf den zwölften Apostel ausgelost.
Die Apostelgeschichte (1,21ff) berichtet, wie das Los auf Matthias fiel, der dadurch den Platz des Jüngers Judas Ischariot einnahm, der Jesus verraten hatte.
Die Frauen, die am Ostermorgen auf dem Weg zum Grab Kunde der Auferstehung erhielten,
werden manchmal "Apostel der Apostel" genannt, weil sie die Botschaft den Aposteln weitersagten.
In seinen Briefen bezeichnet sich auch Paulus,
als von Gott berufener Apostel; dieser Anspruch ist allgemein kirchlich akzeptiert.
In Römer 11,13 nennt er sich Apostel der Heiden
und in der Kirche wird dieser Ausdruck öfters für ihn gebraucht.
In Hebräer 3,1 wird Jesus Christus als ''Apostel und Hoherpriester
unseres Bekenntnisses'' bezeichnet.
In Römer 16,7 werden Andronikus und Iunia (oder Iunias) erwähnt,
die unter den Aposteln angesehen sind.
In Epheser 4,11 wird Apostel zusammen mit Prophet, Evangelist, Hirte
und Lehrer als Dienst in der Kirche bezeichnet.
In den katholischen und orthodoxen Kirchen sind die Bischöfe Nachfolger der Apostel.
Im 8. Jahrhundert wurde der Angelsachse Bonifatius "Apostel der Deutschen" genannt.
Im 9. Jahrhundert bekamen Kyrill und Method den Titel "Slawenapostel".
Einige Heilige werden als "apostelgleich" verehrt.
Die neuapostolische Kirche kennt das Amt des Stammapostels und der Apostel,
das innerhalb der Kirche weitergegeben wird.
Die Apostel sind die Leiter der neuapostolischen Kirche.
Einige protestantische charismatische Kirchen kennen in ihren Gemeinden
den Dienst des Apostels (zusammen mit den Diensten des Lehrers, Hirten, Propheten
und Evangelisten) gemäß Epheser 4,11.
Sie sehen dieses Amt als Funktion ohne besondere Privilegien.
Als Apostel wird manchmal allgemein ein engagierter Vertreter einer bestimmten Lehre bezeichnet,
z.B. Öko-Apostel. Dieser Gebrauch ist oft leicht herabsetzend.
Apostel wurden auch die 12 Kühltürme am Goldenberg-Kraftwerk
in Hürth bei Köln genannt.
Die ursprünglichen Apostel
Der 12. Apostel
Weitere Apostel
Im neuen Testament
In der Kirche
Apostel außerhalb des Christentums