Ärger ist eine spontane, innere, emotionale Reaktion auf eine unangenehme Situation, eine Person oder eine Erinnerung.
Mit Ärger umschreibt man eine ganze Gruppe von unangenehmen Gefühlen, die sehr verschiedene Grade und Deutlichkeit haben können. Die stärkste Form ist die Wut, welche dem Gegenüber selten verborgen bleibt (außer evtl. die ohnmächtige Wut ¹).
"Sanftere" Formen des Ärgers sind z.B. Unbehagen, Missmut usw.
Man kennt im wesentlichen vier Gefühlsgruppen:
Diese Emotionen sind als innere Reaktionen zunächst spontan und in aller Regel unvermeidbar. Sie sind als solche weder gut noch schlecht (siehe z.B. Kommunikationsforschung, Schulz von Thun usw) - also ''nicht moralisch zu werten.
¹) Dennoch sehen viele Menschen die Wut als verwerflich (unmoralisch) an.
Moralisch wertbar sind jedoch erst
- Tätigkeiten oder Reaktionen, die man bewusst (oder wenigstens nicht zwangsläufig) setzt:
- z.B. in meinem Ärger, meiner Wut handgreiflich werden,
- Oder überhaupt der Umgang mit meinen Gefühlen:
- z.B. aus Freude anderen oft das Wort abschneiden, oder sich aus Angst oder Ärger vor dem Partner lange verschließen.
Siehe auch Begegnung, Emotion, Magengeschwür, Macht, Ohnmacht, Sublimation