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Gemeinsam mit Lysin und Histidin gehört Arginin in die Gruppe der "basischen" Aminosäuren oder Hexonbasen. Diese besitzen eine basische Gruppe, hier eine Guanidinogruppe, die im Neutralbereich stets protoniert (positiv geladen) ist. Arginin ist gut in Wasser löslich und reagiert (durch Bindung von Protonen) alkalisch.
Als Reinstoff ist Arginin ein weißer, kristalliner Feststoff.
Die Halbstrukturformel (HOOC-CH(NH2)-(CH2)3-NH-C(=NH)-NH2) macht verständlich, dass Arginin die proteinogene Aminosäure mit dem höchsten Massenanteil von Stickstoff ist.
Im Harnstoff-Zyklus entsteht Arginin aus Carbamoylphosphat, L-Ornithin und L-Aspartat und dient dabei der Entgiftung des Körpers von Ammoniak. Arginin ist weit verbreitet. Es findet sich in fast allen Eiweißen und in freier Form in vielen Pflanzen, z.B. Buchweizen, Kürbisgewächsen und Nadelhölzern. Es dient in Keimlingen und Speicherzellen als Stickstoff-Reservoir.
Der Mensch kann innerhalb des Harnstoffzyklus Arginin selber synthetisieren, allerdings sind die entstehenden Mengen nicht ausreichend um den Bedarf vor allem bei heranwachsenden Menschen vollständig zu decken.