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Mit dem Begriff Arier (v. altiranisch ar (Aria) gut, rein, edelmütig mit yan der Sohn von -> Aryan=Sohn von Reinem) bezeichneten sich die nomadisierenden Stämme der hellhäutigen, vermutlich oft blond und blauäugigen Indoiraner und Iranier, deren Sprache und Religion zur Basis einiger Hochkulturen wurde.
Anfang des 19. Jahrhunderts entdeckte man, dass Sprache, Kult und Mythologie der Arier verwandte Beziehungen mit denen der Slawen, Germanen und Romanen aufwiesen. Die Indogermanen waren entdeckt. Man bezeichnete nun alle indogermanischen (indoeuropäischen) Völker als Arier.
Die Ideologie des Nationalsozialismus missdeutete den Begriff Arier als eine rein germanische 'Herrenrasse', deren Mission es sei, alle angeblich 'nichtarischen' Völker zu unterwerfen oder auszulöschen. Die Nationalsozialisten rechtfertigten mit dieser zentralen Ideologie die Verfolgung und Vernichtung der semitischen Juden, sowie die Deklassierung der Slawen zu 'Untermenschen'. Dabei verwandten sie abermals einen ursprunglich linguistischen Begriff (nämlich "semitisch") in rassistischer Weise.
Aufgrund des Missbrauchs, den die Nationalsozialisten mit dem Begriff "Arier" getrieben haben, verwendet man die Bezeichnung heute nicht mehr als Synonym für "Indogermane".
Siehe auch: Genozid, Rassismus, Avesta, Zarathustra, Kurganvolk