Armin Meiwes

Armin Meiwes (geb. 1962) wurde aufgrund seiner sado-masochistischen Tötung und späteren Verspeisung seines Opfers bekannt.

Meiwes versuchte seit 1999 per Internet Kontakt zu Menschen aufzunehmen, die kannibalistische Neigungen zeigen. Frühjahr 2000 meldete sich jemand unter dem Namen "Matteo" und gab an, sich von Meiwes quälen, töten und essen lassen zu wollen. Meiwes richtete zu Hause einen "Schlachtraum" ein. Matteo meldete sich nicht mehr, stattdessen trafen sich Meiwes und ein 31-jähriger Hotelkoch namens Jörg. Sie spielten eine Tötung mit Jörg in der Opferrolle vor. Dieser wollte sich aber nicht ernsthaft töten lassen.

Februar 2001 kam der Kontakt zwischen Meiwes und dem 36-jährigen Diplom-Ingenieur Bernd Jürgen Brandes zustande. Im März trafen sich die beiden. Brandes stimmte zu, sich von Meiwes töten und verspeisen zu lassen.

Neben dem sensationalistischen Charakter hat der Fall auch rechtliche Fragen aufgeworfen. Die Verteidigung argumentierte, dass die Bereitwilligkeit des Opfers keine Verurteilung Meiwes rechtfertige, und dass rechtlich gesehen eine Form der Euthanasie vorliege.

Armin Meiwes wurde 2004 wegen Totschlags an Bernd Jürgen Brandes zu 8 1/2 Jahren Haft verurteilt. Meiwes sei schuldfähig, und sein Opfer als psychisch krank einzustufen. Insofern sei es schuldhaft gewesen, seinem Tötungsverlangen nachzukommen.

Siehe auch: Fritz Haarmann





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