Arno Schmidt

Arno Schmidt (* 18. Januar 1914 in Hamburg; † 3. Juni 1979 in Celle) war nach 1945 einer der bedeutendsten Schriftsteller im deutschen Sprachraum; die Verbindung von traditionellem Erzählen und avantgardistischer Schreibtechnik begründen seine einzigartige Stellung in der Literatur der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Table of contents
1 Leben und Wirken
2 Zitate
3 Das Werk
4 Literatur
5 Weblinks

Leben und Wirken

Vor 1945

1928, nach dem Tod des Vaters, zog die Familie nach Lauban (Schlesien) um. 1937 heiratete Schmidt Alice Murawski, die an zahlreichen literarischen Projekten mitarbeitete. Nach eigenen Angaben begann Schmidt bereits Mitte der 30er Jahre mit literaturhistorischen Forschungen zu Friedrich de la Motte Fouqué; die schriftlichen Ausarbeitungen gingen fast sämtlich im 2. Weltkrieg verloren. Schmidt wurde 1940 zur Wehrmacht (Artillerie) eingezogen.

Nach 1945

Nach dem 2. Weltkrieg trat Arno Schmidt mit der Erzählung Leviathan (1949) hervor. Im Rahmen der wiederaufgenommenen Fouqué-Studien zu reiste er 1954 zusammen mit seiner Frau für wenige Tage nach Ost-Berlin. Um einer Verurteilung wegen Gotteslästerung und Verbreitung unzüchtiger Schriften zu entgehen, zog er - mit tatkräftiger Unterstützung des Malers Eberhard Schlotter nach Darmstadt. Ende November 1958 kam es endlich zum Umzug nach Bargfeld, dem letzten Wohnort des Dichters. Im August 1962 fuhren Arno und Alice Schmidt abermals nach Ost-Berlin. 1973 erhielt er den Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main.

Sonstiges

Arno Schmidt war nach 1945 befreundet mit Alfred Andersch, Wilhelm Michels, Eberhard Schlotter und Hans Wollschläger sowie später mit Jan Philipp Reemtsma.

Arno Schmidt übersetzte zahlreiche Werke aus dem Englischen, darunter Gedichte und Prosawerke von Edgar Allan Poe sowie Romane von Wilkie Collins, Edward Bulwer-Lytton, William Faulkner und James Fenimore Cooper.

Zitate

Kunst dem Volke ? ! : den Slogan lasse man Nazis und Kommunisten : umgekehrt ists : das Volk (Jeder !) hat sich gefälligst zur Kunst hin zu bemühen !
Arno Schmidt, "Brand's Haide"
Es ist Nichts so eilig, daß es nicht durch Liegenlassen noch eiliger würde !
Arno Schmidt, "Brand's Haide", sechsundfünfzigt-letzter Absatz
Und ‹ Leser › ? - achduliebergott. ‹ Leser ›, das sind Diejenigen, die zeitlebens ‹ Schirm › zu dem sagen, wobei einem Schriftsteller ‹ ein Stock im Petticoat › einfällt!
Arno Schmidt, "Nebenmond und Rosa Augen" ("Sommermeteor", Fischer 1969)
Ich finde Niemanden, der so häufig recht hätte, wie ich!
Arno Schmidt

Das Werk

Nachlass

Der persönliche und der literarische Nachlass sind bis auf wenige Ausnahmen in Bargfeld erhalten; beide Teile des Nachlasses werden von der Arno Schmidt Stiftung betreut.

Werke (unvollständig)

Übersetzungen (unvollständig)

Fotographien

Es haben sich ca. 2.500 Fotographien (Papierabzüge resp. Negative und Diapositive) von Arno Schmidt erhalten.

Ausgaben

Dokumente

Literatur

Bibliographien

Darstellungen

Weblinks

Verzeichnis der Bibliothek Arno Schmidts





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