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Auch viele Gebärdensprachen haben einen Prozess des Ausbaus durchlaufen, wobei natürlich die Schreibung von Gebärdensprachen noch in den Kinderschuhen steckt und man deshalb auch keine Regeln zur Orthographie erwarten kann. Das über den Wortschatz und die Grammitik Gesagte gilt aber auch für Gebärdensprachen.
Im Gegensatz zur Ausbausprache wird eine Sprachform, die so unterschiedlich von der sie überdachenden Ausbausprache ist, dass sie keinesfalls mehr als Dialekt der ersteren angesehen werden kann Abstandsprache genannt. Das gilt zum Beispiel für einige dravidische Sprachen, die in kleinen Enklaven in Mittel- und Nordindien gesprochen werden, über keinen Standard verfügen und auch keinem Ausbauprozess unterworfen sind.
In einem Dialektkontinuum können weit auseinanderliegende Dialekte so verschieden sein, dass sie auch als Abstandsprachen angesehen werden könnten (das ist z. B bei deutschen Basilekten der Fall).
Solange sie aber von einer gemeinsamen Standardsprache überdacht werden (Dachsprache), bezeichnet man sie meist dennoch als Dialeke, deren Sprecher in einem Diglossieverhältnis leben.