Aushärtung von Aluminiumlegierungen

Aluminium bildet mit bestimmten Legierungselementen (Kupfer, Magnesium, Zink) bei höheren Temperaturen (ca. 500°C) Mischkristalle.

Zum Aushärten erhitzt man die Werkstücke zunächst auf diese Temperatur. Man nennt dies Lösungsglühen. Werden Aluminiumgusslegierungen oder Aluminiumknetlegierungen, welche solche Legierungselemente enthalten, auf Raumtemperatur langsam abgekühlt, entstehen Kristallgemenge aus Aluminium und den Legierungselementen.

Kühlt man solche Legierungen von höheren Temperaturen schnell ab, so bleibt das Mischkristallgefüge auch bei Raumtemperatur erhalten. Die Atome der Legierungslemente bleiben zwangsweise im Aluminiumgitter eingebaut.
Im Gegensatz zum Stahl sind diese Aluminiumlegierungen zunächst weich und leicht umformbar. Die Härtezunahme setzt erst ein, wenn die schnell abgekühlten Aluminiumlegierungen eine zeitlang lagern.
Erst während dieser Zeit tritt die Gitterverspannung ein. Sie bewirkt die Zunahme der Härte und der Festigkeit. Diesen Vorgang nennt man Auslagerung.

Die Aushärtung der Aluminiumlegierungen geschieht in 3 Stufen:

  1. Lösungsglühen,
  2. schnelles abkühlen,
  3. Auslagern.



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