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Allgemein gefasst lassen sich die Disziplinen des Bahnradsport in zwei Gruppen ordnen:
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2 2. Ausdauerdisziplinen 3 Steherrennen 4 Weblinks |
Hierzu zählen u.a.:
1. Kurzzeitdisziplinen
Es fahren jeweils zwei Sportler(innen) gegeneinander über eine Distanz von drei Runden. Sieger ist, wer als erster die Ziellinie überquert, wobei die Zeit, die zwar für die letzten 200 m zu Vergleichszwecken gemessen wird, unerheblich ist. Dies führt dazu, dass die Kontrahenten i.d.R. während der ersten beiden Runden extrem langsam fahren und sich nur belauern, teilweise sogar auf ihren Rädern stehen. Entscheidend ist dann der, häufig explosive, Antritt und die Endschnelligkeit. Die Wettkämpfe werden in mehereren Stufen ausgetragen. Der Sieger bzw. die Siegerin kommt jeweils eine Runde weiter und kann so schließlich ins Finale vorrücken, in dem dann der Gesamtsieger bzw. die Gesamtsiegerin ermittelt wird.
Hierbei handelt es sich um einen Mannschaftssprint. Es agieren jeweils drei Fahrer als eine Mannschaft, wobei der jeweils führende nach einer Runde ausscheidet. Wenn auch der Austragungsmodus ähnlich dem des Sprint ist, so ergibt sich hier meist ein völlig anderer Rennverlauf. Es wird von Anfang an Tempo gefahren. Die beiden ersten Fahrer dienen dem dritten als Anfahrer, der seine Kräfte für die letzte Runde im Windschatten schonen kann.
Extrem hart, da hier keine Taktik hilft. Letztlich geht der Athlet bzw. die Athletin hierbei über die Leistungsgrenze hinaus. Denn meistens ist es so, das der- bzw. diejenige gewinnt, welche(r) den geringsten Geschwindigkeitsverlust auf den letzten Metern erleidet.
Eine aus Japan stammende Variante des Sprints. Keirinrennen werden mit jeweils acht Fahrern bzw. Fahrerinnen über eine Distanz von ca. 2000 m ausgetragen (variert etwas je nach Länge der Bahn). Während der ersten zwei Drittel der Distanz fährt ein Dernyfahrer vor dem Feld her und beschleunigt langsam auf eine Geschwindigkeit von ca. 40-45 km/h. Nachdem der Dernyfahrer dann die Bahn verlassen hat, setzt der eigentliche Finalkampf ein. Während dieses Kampfes sind Berührungen zwischen den Kontrahenten im Gegensatz zum klassischen Sprint (s.o.) im begrenzten Umfang erlaubt. Je nach Teilnehmerzahl wird auch Keirin in mehereren Runden ausgetragen. Eine vorher festgelegte Anzahl an Teilnehmern erreicht dann jeweils die nächste Runde.
Hierzu zählen u.a.:
2. Ausdauerdisziplinen
Es fahren immer zwei Sportler(innen) gegeneinander. Gestartet wird jeweils von den gegenüberliegenden Geraden der Bahn. Sieger(in) ist, wer seinen Gegner bzw. seine Gegnerin einholt oder, falls das bis zum Ende der Distanz nicht möglich war, wer die schnellste Zeit erzielt hat. Auch hier wird der Gesamtsieger oder die Gesamtsiegerin über mehrere Runden letztlich im Finale ermittelt.
Der Modus ist der gleiche wie bei der Einer-Verfolgung. Hier treten jedoch zwei Mannschaften zu je vier Fahrern gegeneinander an. Die Zeitmessung erfolgt bei Zieldurchgang des dritten Fahrers einer Mannschaft. Die Mannschaftsverfolgung gilt als Königsdisziplin des Bahnradsports, weil neben der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Mannschaftsmitglieds die perfekte Abstimmung aufeinander von entscheidender Bedeutung ist. Bis die Führungswechsel und das Hinterradfahren auf minimalem Abstand optimal klappen ist ein erheblicher Trainingsaufwand erforderlich.
Relativ neue Disziplin bei der eine größere Anzahl von Fahrern bzw. Fahrerinnen gemeinsam über eine Distanz von 40 Runden (?) starten. Sieger ist ganz einfach, wer als erster die Distanz beendet. Diese Rennen sind häufig stark von der Taktik geprägt. Hierbei ist oft von entscheidender Bedeutung, sich einen Rundenvorsprung zu erkämpfen. Denn dann kann man im Feld der Fahrer bzw. Fahrerinnen mitrollen, lediglich darauf achtend, dass dieser Rundenvorsprung nicht wieder egalisiert wird.
Beim Punktefahren erfolgt nach einem Massenstart in vorher festgelegten Intervallen eine Punktevergabe (5, 3, 2, 1 Punkte), um die im Sprint gekämpft wird. Zur halben Distanz und zum Schluss gibt es Sonderwertungen mit doppelter Punktezahl. Sieger bzw. Siegerin ist, wer am Ende die meisten Punkte errungen hat, wobei jedoch gilt: Rundengewinn geht vor Punktgewinn.
Dies ist die Disziplin, in der die bekannten Sechstagerennen ausgetragen werden. Das erste Sechstagerennen fand 1899 im New Yorker Madison Square Garden (daher der Name!) statt. Sechstagerennen gibt es in Europa während der Wintersaison in einer Vielzahl von Städten. Bekannt sind heute vor allem die Rennen in Dortmund, Berlin, Bremen, Zürich und Mailand. Der sportliche Wert der Sechstagerennen ist umstritten. Häufig werden Vermutungen über abgesprochene Ergebnisse geäußert. Das Zweier-Mannschaftsfahren wird aber auch bei offiziellen Meisterschaften und bei Olympischen Spielenn ausgetragen, dann natürlich über geringere Distanz (i. d. R. 60 km). Zwei Fahrer bilden eine Mannschaft. Sie lösen sich nach beliebiger Distanz ab. In vorher festgelegten Intervallen werden Punktewertungen ausgefahren (5, 3, 2, 1 Punkte). Sieger ist die Mannschaft mit den meisten Punkten, wobei wie beim Punktefahren (s.o.) gilt: Rundengewinn geht vor Punktgewinn.