Baikalsee

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Baikalsee
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Der Baikalsee ist das größte Süßwasserreservoir der Erde. Er enthält ein Fünftel der gesamten Süßwasserreserven der Erde. Er liegt bei Irkutsk in Russland und ist mit 25 Millionen Jahren der älteste und mit 1.637 Metern der tiefste See der Welt.

Ausdehnung: Südwest - Nordost 636 km, bis zu 80 km breit.
Fläche: 31.500km².

Der Baikalsee ist Teil einer kontinentalen Riftzone, des Baikal-Rifts. Da hier die eurasische und die amurische Platte auseinanderdriften, entstehen Risse in der Erdkruste. Der Riß, in dem der Baikalsee liegt, ist ca 1.600 km lang und fast 6 km tief. Da die Spalte mit Sedimenten aufgefüllt ist, reicht der Baikalsee nur bis in 1.637 m Tiefe.

Gespeist wird der Baikal aus mehr als 300 Flüssen und Bächen, die aus den umliegenden Gebirgen in den See fließen. Einziger Abfluss ist die Angara - einer der großen Flüsse Sibiriens.

Seine Umwelt weist eine einzigartige Flora und Fauna auf: zwei Drittel der insgesamt 2.500 Tier- und Pflanzenarten sind endemisch, d.h. sie kommen ausschließlich hier vor. Zum Beispiel lebt hier die einzige Süßwasser-Robbe der Welt, die Nerpa (Baikalrobbe), der Omul, eine Lachsart oder der Golomjanka, ein Fettfisch, der am tiefsten lebende Süßwasserfisch.

Bedroht wird diese Landschaft heute durch Industrialisierung, Abholzung der Wälder, eine exzessive Fischerei - und zunehmende Besiedlung (ermöglicht durch die Transsibirische Eisenbahn und den Bau der Baikal-Amur-Magistrale). Im Jahre 1996 wurde der Baikalraum deshalb von der UNESCO in die Liste des Welterbes als Weltnaturerbe aufgenommen.

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