Bansin

{| border="1" cellpadding="2" cellspacing="0" align="right" | colspan="2" cellspacing="0" cellpadding="2" | |----- ! colspan="2" bgcolor="#DEFFAD" | Basisdaten |----- | Bundesland: || Mecklenburg-Vorpommern |----- | || |----- | Kreis: || Kreis Ostvorpommern |----- | Fläche: || ? km² |----- | KFZ-Kennzeichen: || OVP |----- | Einwohner: || 2.500 (Jahr) |----- | Flughafen:
Distanz. || Heringsdorf
25km |----- | Website: || http://www.usedom.de/ |}Bansin ist ein Ostseebad auf Usedom in Mecklenburg-Vorpommern. Bansin gehört zu den so genannten Kaiserbädern und hat 2500 Einwohner.

Das Seebad Bansin gehört zu den drei sog. "Kaiserbädern" der Insel Usedom. Es wurde 1897 eigens zu Zwecken des Badebetriebes gegründet. Davon zeugen noch heute viele Villen im Stile der Seebäderarchitektur, die zunächst durch Einheimische und später durch zugewanderte Unternehmer errichtet wurden. Grund für diesen Bauboom war die in Deutschland erwachende Badekultur, für die der herrlich breite und weiße Sandstrand die besten Voraussetzungen bot. Der Berliner Hühneraugenoperateur Wichmann, der Sallenthiner Schriftsteller Necker, der Lehrer und der Gastwirt des Dorfes zählen zu den Gründern des Seebades. Sie erbauten auch die erste Badeanstalt. Die ersten Gäste kamen vornehmlich aus dem benachbarten Heringsdorf, aber bald machte sich der Bau von eigenen Hotels und Pensionen erforderlich. Der neue Badeort wurde so gut angenommen, dass der Kaiser schon 1901 die kommunale Selbständigkeit und somit die Abspaltung vom Dorf Bansin bescheinigte. Die neue Souveränität wurde dann 1903 mit dem Bau des Gemeindeamtes und des Warmbades eindrucksvoll dokumentiert. Als am 31. Mai 1911 Bansin an das Eisenbahnnetz angeschlossen wurde, hatte dies eine Verfünffachung der Besucherzahlen zur Folge. Die "Badewanne Berlins" war jetzt in weniger als drei Stunden von der Hauptstadt aus erreichbar. Aus diesem Grunde zählten Berliner auch immer zu dem wichtigsten Klientel unter den Badegästen.

Nach den wechselvollen Jahren des ersten Weltkrieges, den goldenen zwanziger Jahren und schließlich dem zweiten Weltkrieg wurden viele Villenbesitzer enteignet und die Gebäude dem „Feriendienst der Gewerkschaften“ zur Verfügung gestellt, der in den Jahren der DDR-Ära die vorherrschende Stellung im staatlich gelenkten Massentourismus ausübte.

Nach 1990 wurden durch die Aufnahme des Seebades in das Städtebau-Förderungsprogramm immense Summen in die Modernisierung der Infrastruktur investiert. Pensionen, Gaststätten und Hotels gelangten wieder in private Hand und wurden weitgehend saniert, so dass das Ortsbild Bansins zunehmend seine traditionell anspruchsvolle Prägung zurückerlangte. 1997 wurde der Gemeinde das Prädikat "Ostseeheilbad" verliehen. Die Ortsteile Dorf Bansin, Neu- und Alt-Sallenthin sowie Sellin stellen den ländlich geprägten Teil der Gemeinde dar. Sie wurden in der Mitte des 13. Jahrhunderts gegründet. Durch ihre Lage zwischen den vier Seen des Amtsbereiches bieten sie vielfältige Möglichkeiten zum Wandern für alle diejenigen, die diese Art der Erholung dem Sonnenbad am Strand vorziehen. Vom Sieben-Seen-Berg hinter der Gaststätte "Bergmühle" in Neu-Sallenthin hat man den Rundblick über die entsprechende Anzahl der Gewässer (Ostsee, Gothensee, KachIiner See, Großer Krebssee, Kleiner Krebssee, Schmollensee, Achterwasser). Über Sallenthin und Sellin gelangt man auf den Wanderweg um den Schmollensee, der durch bewaldete Höhen und Niederungen führt und immer wieder interessante Ausblicke auf den Namensgeber des Amtes bietet.



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