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Barium ist ein chemisches Element im Periodensystem mit dem Symbol Ba und der Ordnungszahl 56.
| Table of contents |
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2 Isotope 3 Geschichte 4 Vorkommen 5 Herstellung 6 Verbindungen 7 Anwendungen 8 Vorsichtsmaßnahmen 9 Weblinks |
Wichtige Eigenschaften
Barium ist ein hochschmelzendes, paramagnetisches Erdalkalimetall, das in einem kubisch-raumzentrierten Gitter kristallisiert. Es verhält sich chemisch ähnlich wie Calcium und ist ziemlich weich (aber härter als Blei). In hochreinem Zustand hat es eine goldgelbe Farbe, sonst ist es silberweiß.
Manche Verbindungen sind für ihre hohe Dichte bekannt, wie sein Sulfat, dessen Name "Schwerspat" darauf zurückzuführen ist.
Die wichtigsten Verbindungen sind Bariumperoxid, -chlorid, -sulfat, -carbonat, -nitrat und -chlorat.
Bariumverbindungen verbrennen mit grüner Flamme
Wegen der leichten Oxidierbarkeit und um rein zu bleiben, sollte Barium unter Luftabschluss in geeigneten sauerstofffreien Flüssigkeiten wie z.B. Benzin aufbewahrt werden.
Isotope
Natürliches Barium besteht aus sieben Isotopen, außerdem sind 24 radioaktive Isotope bekannt, wovon die meisten aber nur Halbwertszeiten im Millisekunden- bis Minutenbereich haben. Barium-133 hat allerding eine Halbwertszeit 10,51 Jahren.Geschichte
Barium (griechisch "barys" bedeutet "schwer") wurde 1774 vom schwedischen Chemiker Carl Wilhelm Scheele erstmals identifiziert. Barium als Metall wurde zuerst 1808 von Sir Humphry Davy in England hergestellt.Vorkommen
Da Barium an Luft schnell oxidiert, ist es schwierig, reines Metall zu bekommen. Es wird vor allem im Mineral Baryt (oder Schwerspat, kristallisiertes Bariumsulfat) gefunden und aus diesem gewonnen.
Die größte Fundstelle für Schwerspat befindet sich in Meggen in Westfalen. Ein anderes, selteneres Mineral ist Witherit (Bariumcarbonat).Herstellung
Es wird technisch aus Baryt über sein Sulfid und Carbonat in Bariumoxid umgewandelt, das dann mit Silicium zum Metall reduziert wird. Hochreines Barium wird durch Elektrolyse von geschmolzenem Bariumchlorid hergestelltVerbindungen
Dieses Metall oxidiert sehr leicht an Luft und reagiert heftig mit Wasser oder Alkohol. Es löst sich leicht in fast allen Säuren außer konzentrierter Schwefelsäure, da hier die Bildung einer Sulfatschicht die Auflösung verhindert.Anwendungen
Barium wird vorwiegend in Zündkerzen, Vakuumröhren und Fluoreszenzlampen verwendet.
Vorsichtsmaßnahmen
Alle wasser- oder säurelöslichen Bariumverbindungen sind hochgiftig. Erste Hilfe kann durch Zugabe von Natriumsulfatlösung erfolgen.Weblinks
Barium ist auch der lateinische Name der Stadt Bari in Italien.