Bell Laboratories

Bell Telephone Laboratories bzw. Bell Labs war ursprünglich die Entwicklungsabteilung des Bell-Konzerns (gegründet 1876 von Alexander Graham Bell, dem Erfinder des Telefons). Unter anderem wurden dort grundlegende Bauteile für Vermittlungsstellentechnik, spezielle Isolierungen für Telefonkabel und der Transistor erfunden.

Philipp Reis hat das Telefon einige Jahre früher erfunden. Bell hat es nur zu einem kommerziellen Produkt gemacht

1925 wurden die Bell Labs ein eigenständiges Unternehmen, Anteilseigner waren zu gleichen Teilen Western Electric und AT&T.

Die Bell Labs waren organisatorisch in drei Divisionen eingeteilt: Forschung, Systemtechnik und Entwicklung.

In der Forschung gewann man grundlegende Erkenntnisse für die Telekommunikation aus den Bereichen Mathematik, Physik, Materialforschung und Informatik.

Die Systemtechnik beschäftigte sich mit den hochkomplexen Systemen, aus denen die Telekommunikationsnetze gebildet waren.

In der Entwicklung, der größten Division, wurde die Hard- und Software entwickelt, mit der das Telekommunikationsnetz des Bell-Systems aufgebaut wurde.

1996 gliederte AT&T die Bell Labs zusammen mit dem größten Teil der Geräte-Herstellung, in das neue Unternehmen Lucent Technologies aus. AT&T behielt eine kleinere Anzahl Forscher, aus denen die AT&T Laboratories gebildet wurden.

2002 wurde Jan Hendrik Schön, ein Deutscher Physiker, von den Bell Labs entlassen, nachdem in 16 von ihm publizierten Fachartikeln gefälschte Daten gefunden wurden. Andere Wissenschaftler konnten seine als sensationell gefeierten Ergebnisse, u.a. auf dem Gebiet von Mikrotransistoren und Supraleitung, nicht reproduzieren. Dies war der erste Betrugsfall in der Geschichte des Labors.

Der gegenwärtige Sitz der Bell Labs ist in Murray Hill, New Jersey.\n





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