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Nach dem Versailler Vertrag musste das Deutsche Reich zwischen 1919 und 1930 eine Besetzung des Rheinlandes und des Saarlandes durch französische Besatzungstruppen akzeptieren.
Im allgemeinen deutschen Sprachgebrauch versteht man unter Besatzungszonen die nach dem 2. Weltkrieg durch die Siegermächte besetzten Gebiete Deutschlands und Österreichs.
Nach dem Sieg über das nationalsozialistische Deutschland wurde beschlossen, das besiegte Deutschland (ohne die sowjetisch und polnisch besetzten Ostgebiete) in drei Besatzungszonen aufzuteilen. Im Juli 1945 schließlich wurden vier Besatzungszonen unter den vier alliierten Siegermächten USA, Großbritannien, Sowjetunion und Frankreich gebildet und auf der Londoner Viermächtekonferenz vom 26. Juni bis 8. August 1945 bestätigt.
Im Westen und im Süden Deutschlands befanden sich die britische, die französische und die amerikanische Besatzungszone, die sowjetische im Osten. Die Amerikaner gründeten in ihrer Zone die Länder Bayern, Württemberg-Baden, Hessen und Bremen, die Briten die Länder Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Hamburg, die Franzosen die Länder Rheinland-Pfalz, Baden und Württemberg-Hohenzollern sowie das Saarland.
Aufgrund der wachsenden Differenzen zwischen der Sowjetunion und den westlichen Siegermächten wurde im September 1947 aus der amerikanischen und britischen Zone die Bizone gebildet, zu der im August 1948 schließlich auch die französische Besatzungszone mit Ausnahme des Saarlandes beitrat. Die dabei entstandene gemeinsame Trizone war die Grundlage des späteren Westdeutschlandes.
Aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) wurde am 7. Oktober 1949 die Deutsche Demokratische Republik (DDR) gegründet.
Aus den 11 Bundesländern (ohne Saarland) wurde am 23. Mai 1949 die "Bundesrepublik Deutschland" genannte Bonner Republik gegründet. 1952 fusionierten die Länder Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern zum Land Baden-Württemberg. Damit reduzierte sich die Zahl der Bundesländer auf 9 (ohne Berlin). Mit dem Beitritt des Saarlandes erhöhte sie sich dann wieder auf 10.
Einen Sonderfall stellten die Besatzungszonen in Berlin (West-Berlin, Ost-Berlin) dar, die als Sektoren bezeichnet wurden. Man sprach daher nach 1945 von der Vier-Sektoren-Stadt Berlin (dieser besondere Status galt übrigens für wenige Jahre auch für die österreichische Hauptstadt Wien).
Die Vier-Sektoren-Stadt Berlin sollte anfangs nach dem Willen der Siegermächte weder der sie umschließenden DDR noch dem westlichen Teil der Bundesrepublik zugeordnet werden. Mit der fortdauernden politischen Spaltung allerdings vereinnahmte die DDR Ost-Berlin als ihre vollintegrierte Hauptstadt, und West-Berlin wurde von der Bundesrepublik als gleichberechtigtes (11.) Bundesland vereinnahmt.