Bevölkerungswachstum

Unter Bevölkerungswachstum wird meist das Wachstum der Weltbevölkerung verstanden. Ungehemmtes Wachstum führt zu dramatischen ökologischen Problemen und politischen Herausforderungen. Bis vor kurzem wuchs die Weltbevölkerung hyperexponentiell. Heute gibt es Anzeichen für eine Verminderung des Bevölkerungswachstums in sehr vielen Ländern. In fast allen Industrieländern ist in den nächsten 50 Jahren mit einem Bevölkerungsrückgang zu rechnen. Ebenso in der Volksrepublik China und in einigen Ländern des südlichen Afrikas. Dort gibt es bereits Länder die praktisch kein Bevölkerungswachstum mehr aufweisen (Botswana (-0.55% 2003), Simbabwe, Südafrika), vorallem wegen Misswirtschaft, Hunger, Krieg und Seuchen (Aids, Tuberkulose, Malaria). In Russland und der Ukraine gibt es bereits einen größeren Bevölkerungsrückgang (ca. 0.5-1% pro Jahr). Auch in Nordamerika ist die Rate der Geburten pro Frau auf unter 2 gerutscht und viele Ländern Südamerikas entwickeln sich schnell in Richting 2 Geburten pro Frau. In Mittel- und Osteuropa und der ehemaligen UdSSR sind Raten von 1.1 bis 1.4 Geburten pro Frau heute schon die Regel. Lediglich in islamischen Ländern und in Südostasien ist noch mit größerem Bevölkerungswachstum zu rechnen, wenn die Aids-Krise in Afrika nicht gestoppt werden kann.

Siehe auch: Dritte Welt, Geburtenkontrolle, Zivilisation, Bevölkerungsrückgang, Überalterung

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