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Die trichterförmige Blüte ist schmutzig gelb und violett geadert. Die Blüten sind in den Blattachseln angeordnet. Die Frucht ist eine bauchige ca. 1,5 cm lange Deckelkapsel, die vom Kelch umschlossen wird. Der Samen ist graubraun, grubig vertieft und ca. 1x1,3 mm groß.
Inhaltsstoffe
Die gesamte Pflanze ist sehr giftig! Hauptinhaltsstoff sind die sog. Tropanalkaloide Hyoscyamin, Atropin und Scopolamin. Daneben enthält die Pflanze noch Flavonoide.
Anwendung
In der Volksheilkunde wurde die Pflanze als krampflösendes Mittel und als Räuchermittel bei Asthma bronchiale eingesetzt. Heute ist der Einsatz als obsolet anzusehen, da der Wirkstoffgehalt stark schwankt und es häufig zu Vergiftungen kam.
In der Homöopathie wird Bilsenkraut als Konstitutionsmittel bei hochgradigen Erregungszuständen mit Halluzination, Hysterie, Manie und Lähmung der Schließmuskeln (Darm, Blase) sowie gegen "Kitzelhusten", Krämpfe, Delirien, Schlaflosigkeit und Durchfall eingesetzt. Zur Herstellung der Urtinktur wird die ganze Pflanze im blühenden Zustand verwendet.