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| Table of contents |
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2 Atomphysik 3 Kernphysik |
Chemische Bindungsenergie
In der Chemie bezeichnet man als Bindungsenergie im allgemeinen bei der chemischen Bindung gebundene Energie.
Die Bindungsenergie kommt dadurch zustande, dass bei Annäherung zweier Atome, die jeweiligen Valenzorbitale einen bindenden und einen antibindenden Zustand erzeugen. Der bindende Zustand liegt energetisch unterhalb der jeweiligen Valenzzustände. Wenn die Valenzzustände jeweils nur ein Elektron besitzen, werden die Energien dieser herabgesetzt. Die freiwerdende Energie ist die Bindungsenergie.
Atomphysik
In der Atomphysik bezeichnet man als Bindungsenergie die Energie, die beim Einfangen eines Elektrons durch den positiven Atomkern frei wird.
Die Bindungsenergie kommt durch die elektrische Anziehung zwischen Elektron und Atomkern zustande.
Kernphysik
In der Kernphysik ist die Bindungsenergie analog die
Energie, die frei wird, wenn sich Nukleonen zu einem Atomkern verbinden. Dies ist nach der einsteinschen Beziehung E = mc² mit einem kleinen Massenverlust der gebundenen Nukleonen verbunden, dem Massendefekt.
Die Bindungsenergie kommt durch die anziehende Kraft der starken Wechselwirkung zustande, mit der sich die Nukleonen anziehen. Sie wird durch die gegenseitige Coulombabstoßung der elektrisch positiv geladenen Protonen im Kern geschwächt, wodurch die maximale Bindungsenergie pro Nukleon ungefähr bei Eisen erreicht wird.