Biozönose

Als Biozönose bezeichnet man in der Ökologie die Gesamtheit der Lebewesen, also die Artengemeinschaft oder Lebensgemeinschaft eines Ökosystems. Der Begriff wurde 1877 von K. Möbius geprägt, der die auf einer Austernbank gemeinschaftlich lebenden Organismen als eine "Lebensgemeinschaft" od. Biocönose bezeichnete. Der Raum, in dem eine Biozönose lebt, wird als Biotop bezeichnet.

Die Arten einer Biozönose besetzen unterschiedliche ökologische Nischen. Die Glieder einer Biozönose leben mehr oder weniger in einem Zustand gegenseitiger, korrelativer Bedingtheit.

Eine Art kann - besonders wenn sie Wanderungen durchführt - unterschiedlichen Biozönosen angehören. Beispielsweise gehören die Aale als Weidenblattlarven zum Plankton, später zum Pelagial des Meeres und schließlich als erwachsene Aale zur Lebensgemeinschaft eines Flusses oder Sees.

Viele Arten gehören in unterschiedlichem Lebensalter zu verschiedenen Biozönosen. So stellen die meisten Krebse als Nauplius-Larven oder Zoea-Larven einen Teil des Planktons dar, leben als erwachsene Tiere aber am oder im Gewässerboden und gehören somit zum Benthos, Ebenso ist es mit vielen Muscheln und Polychaeten.

Siehe auch: Pflanzensoziologie\n





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