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| Table of contents |
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2 Giftwirkung 3 Natürliches Vorkommen 4 Kulturelle Vorkommen 5 Weblinks |
Der Schmelzpunkt liegt bei ca. -13 °C, der Siedepunkt bei ca. 26 °C.
Die Salze der Blausäure heißen Cyanide. Blausäure ist eine extrem schwache Säure, die schon von Kohlensäure aus ihren Salzen getrieben wird.
Die Strukturformel ist
In Wasser dissoziert Blausäure zu einem kleinen Teil:
HCN + H2O -> H3O+ (aq) + CN- (aq)
Blausäure sowie alle Cyanide sind hochgiftig.
Beim Menschen (und vielen anderen Tieren) blockiert das Cyanidion (CN-) Enzyme, die in den Zellen des Körpers die Zellatmung bewirken.
Die Unterbrechung der Zellatmung führt schnell zum Tod, die tödliche Dosis liegt bei einem Milligramm je Kilogramm Körpergewicht.
Ein Gegenmittel ist 4-Dimethylaminophenyl (4-DMAP).
Da viele Nahrungsmittel Cyanwasserstoff in geringen Konzentrationen enthalten, besitzt der Mensch ein Enzym (Rhodanid-Synthetase), das geringe Mengen von Blausäure abbauen kann. Deshalb führen Vergiftungen mit wenig Blausäure selten zu Langzeitschäden.
Unter der Bezeichnung Zyklon B wurde ein Blausäure-Präparat im dritten Reich in Konzentrationslagern zum Massenmord an Lagerinsassen eingesetzt.
Die Kerne einiger Steinobstfrüchte (Mandel, insbesondere Bittermandel, Aprikose, Kirsche) enthalten geringe Mengen an Blausäure.
Die in den Tropen vielfach als Nahrungsmittel genutzte Knolle des Maniok enthält ebenfalls Blausäure.
Blausäure wird in vielen Prozessen in der Industrie und im Bergbau eingesetzt, z.B. zum Auslaugen von Gold:
4 Au + 8 HCN + O2 + 4OH- --> 4 [Au(CN)2]- + 6 H2O
Die Gold-Lösung wird dann mit Zink reduziert. Dieses Verfahren führt, zusammen mit dem ebenfalls eingesetzten Quecksilber, zu den oft katastrophalen Gewässervergiftungen in den Goldfördergebieten der Dritten Welt.
Bei dem Verbrennen verschiedener Kunststoffe kann Blausäure entstehen.Die Faustregel ist: es entsteht immer ein drittel Blausäure.
Beim Rauchen von Tabak entsteht ebenfalls Blausäure.Chemische Eigenschaften
Ein Gemisch aus Luft und Blausäuregas ist explosiv.Giftwirkung
Natürliches Vorkommen
Kulturelle Vorkommen