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Blei (lat. plumbum, von plumbeus: bleiern, stumpf, bleischwer) ist ein chemisches Element. Der Begriff Blei ist ein indogermanischer Begriff der soviel wie schimmernd, leuchtend oder glänzend bedeutet.
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2 Verwendung 3 Geschichte 4 Weblinks |
Blei ist ein Schwermetall mit der Ordnungszahl 82. Die stabilen Bleiisotope Pb 206, Pb 207 und Pb 208 sind die Endprodukte der natürlichen Zerfallsreihen. Das Metall läßt sich leicht verformen und kann auch in beliebige Form gegossen werden.
Es kommt in chemischen Verbindungen als Bleiglanz vor. Dieses Mineral ist auch die bedeutenste kommerzielle Quelle für die Gewinnung von Blei.
Die größten Vorkommen findet man in China, den USA, Australien, Russland und Kanada.
In Europa sind Schweden und Polen die Länder mit den größten Vorkommen.
Blei findet in Verbindungen als chemischer Energiespeicher in Bleiakkumulatoren Verwendung. Als Tetraethylblei diente es als Antiklopfmittel in Vergaserkraftstoffen. In Verbindung mit Zinn und Antimon wurde es als Schriftmetall zur Herstellung von Lettern verwendet.
Als Bleioxyd ist es Bestandteil des Bleikristalls.
Wegen seiner Abschirmwirkung gegen hochenergetische Strahlung und Elementarteilchen wird es zum Schutz bei beispielsweise Röntgengeräten eingesetzt.
Blei wurde auch lange zur Herstellung von Rohren verwendet. Durch die toxikologische Wirkung auf das Wasser (Bleivergiftung) kommen Bleirohre aber heute nicht mehr zum Einsatz.
Ein Brauchtum zu Silvester ist das Bleigießen, bei dem flüssiges Blei in kaltem Wasser zum Erstarren gebracht wird. Aufgrund der entstehenden Formen werden Zukunftsdeutungen (Orakel) gemacht.
Bereits die Babylonier kannten Vasen aus Blei, die Römer verwandten das Metall als Material für Bleigefäße und Wasserleitungen. Die hohe Nachfrage nach Blei wird sogar als ein Grund für die römische Besetzung Britanniens angeführt - in der südwestlichen Region Cornwall befanden sich damals bedeutende Erzvorkommen. Die römische Bleiverarbeitung hat zu einer bis heute nachweisbaren Umweltverschmutzung geführt: Eiskerne aus Grönland zeigen zwischen dem 5. Jahrhundert v. Chr und dem 3. Jahrhundert n. Chr. einen messbaren Anstieg des Bleigehalts in der Atmosphäre.
Vorkommen
Verwendung
Geschichte
Weblinks
Toxikologie des Bleis