Bodenart

Die Bodenart beschreibt die Korngrößenzusammensetzung der mineralischen Bodensubstanz. Meist wird sie nur auf den "Feinboden" (Korndurchmesser 2 mm und kleiner) bezogen, und das "Bodenskelett", d.h. alle Minerale oder Gesteine mit einem Durchmesser über 2 mm, wird nicht berücksichtigt. Man unterscheidet nach dem in Deutschland üblichen System die Hauptbodenarten Sand (englisch: sand), abgekürzt: S, mit einem Durchmesser von 0.063 bis 2 mm, Schluff (englisch: silt), abgekürzt: U, mit einem Durchmesser von 2 bis 63 µm, Ton (englisch: clay), abgekürzt: T, mit einem Durchmesser unter 2 µm, sowie Lehm (englisch: loam) abgekürzt: L, als ein Gemisch von Sand, Schluff und Ton. Setzt sich die Bodenart eines Bodens aus verschiedenen Hauptbodenarten zusammen, so verwendet man Bezeichnungen wie: "sandiger Lehm", abgekürzt: Ls. Damit man die Bodenarten im Rechner besser sortieren kann, schreibt man die vorherrschende Bodenart (hier: Lehm) seit einiger Zeit nach vorn, die untergeordnete Bodenart steht als Kleinbuchstabe dahinter. Eine Zahl hinter der untergeordneten Komponente zeigt an, wieviel davon vorhanden ist, z.B. Ut2 = schwach toniger Schluff; Ut4 = stark toniger Schluff. Die Bodenart ist ein außerordentlich wichtiges Bodenmerkmal, da sie mit wichtigen ökologischen Bodeneigenschaften (z.B. Wasserspeicherfähigkeit, Wasserleitfähigkeit, Nährstoff- und Schadstoffspeichervermögen, Erosionsanfälligkeit) verknüpft ist. Man bestimmt die Korngrößenzusammensetzung und damit die Bodenart im Labor meist durch Sedimentationsanalyse oder Laserlicht-Streuung. Im Gelände kann man die Bodenart mit Hilfe der "Fingerprobe" schätzen.



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