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Außerdem erklärt es die Stabilität der Atome: Nach der klassischen Physik müsste ein Elektron, das um den Atomkern kreist, ständig elektromagnetische Wellen aussenden und dadurch Energie verlieren. Man kann berechnen, dass aufgrund dieses Energieverlustes das Elektron innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde auf den Kern stürzen müsste, was ganz offensichtlich nicht passiert. Im Bohrschen Atommodell kann das Elektron auf der Bahn mit der niedrigsten Energie keine elektromagnetische Strahlung abgeben, da es keine niedrigere Bahn mehr gibt, in die das Elektron springen könnte.
Ein Problem des Bohrschen Atommodells ist, dass der Bahn-Drehimpuls des Elektrons im Grundzustand nach diesem Modell ħ sein müsste, tatsächlich ist er aber 0. Jedoch hat es entscheidend zur Entwicklung der Quantenmechanik beigetragen. Weiter berücksichtigt das Bohrsche Atommodell die Heisenbergsche Unschärferelation nicht - es ist grundsätzlich unmöglich den Aufenthaltsort und die Geschwindigkeit eines Elektrons exakt zu bestimmen. Im Gegensatz zum Bohrschen Atommodell ist also die Bahn eines Elektrons nicht zu beschreiben.
Es war das erste Atommodell, das nicht mehr von der unbeschränkten Gültigkeit der klassischen Mechanik ausging. Außerdem führte es als erstes nichtkontinuierliche Bewegungsgesetze ein und brach so mit dem bis dahin geltenden Lehrsatz natura non facit saltus (die Natur macht keine Sprünge). Die Erklärung der Stabilität der Atome im Bohrschen Atommodell entspricht im Wesentlichen der heutigen Erklärung, nur dass die Bahn durch den allgemeineren Zustand ersetzt wurde.
Eine Erweiterung des Bohrschen Atommodells stellt das Bohr-Sommerfeldsche Atommodell dar.
Siehe auch: Elektronenhülle