|
|

| Table of contents |
|
2 Anwendungen 3 Geschichte 4 Vorkommen 5 Herstellung 6 Vorsichtsmaßnahmen 7 Physiologie 8 Weblinks |
Bor ist durchlässig für Infrarotlicht. Bei Raumtemperatur zeigt es eine geringe elektrische Leitfähigkeit, die bei höheren Temperaturen stark ansteigt.
Die größten Boratminen befinden sich in der Nähe von Boron (Kramerlagerstätte) in Kalifornien und Kirka in der Türkei. Abgebaut werden die Mineralien Tinkal, Kernit und Colemanit.
Bemerkenswerte Eigenschaften
Wegen der hohen Ionisierungsenrgie sind vom Bor keine B3--Kationen bekannt. Bor bildet immer nur kovalente Bindungen aus. Da es im Gegensatz zum Kohlenstoff nur 3 der 4 sp3 Hybridorbitale besetzten kann, bleibt in Borverbindungen eine "Oktettlücke" frei. Dies gilt prinzipiell für alle Borverbindungen, die sich daher wie eine Lewissäure verhalten können.
Bor besitzt die höchste Zugfestigkeit aller bekannten Elemente sowie die zweithöchste Härte, nur übertroffen von der Kohlenstoffmodifikation Diamant.
Bor besitzt ähnlich wie Graphit gute Schmiereigenschaften. Die Fähigkeit über kovalente Bindungen stabile räumliche Netzwerke auszubilden sind ein weiterer Hinweis auf die chemische Ähnlichkeit des Bors mit seinen Periodennachbarn Kohlenstoff und Silizium.
Bis 400°C ist Bor reaktionsträge, bei höheren Temperaturen wird es zu einem starken Reduktionsmittel.
Bei Temperaturen über 700°C verbrennt es in Luft zu Boroxid B2O3.
Von siedender Salz- und Flusssäure wird Bor nicht angegriffen. Auch oxidierend wirkende heiße konzentrierte Schwefelsäure greift Bor erst bei Temperaturen über 200°C an, heiße konzentrierte Phosphorsäure erst bei Temperaturen über 600°C.Anwendungen
Die wirtschaftlich wichtigste Verbindung ist Borax, Natriumtetraborat Na2B4O7 zur Herstellung von Isolierstoffen und Bleichstoffen (Perborate).
Weitere Anwendungen:
elementares Bor
Borverbindungen
Geschichte
Borverbindungen (arabisch Buraq und persisch burah = borax (lat.) = borsaures Natron) sind seit Jahrtausenden bekannt. Im alten Ägypten nutzte man zur Mumifikation das Mineral Natron, das neben anderen Verbindunen auch Borate enthält. Seit dem 4. Jahrhundert wird Boraxglas in China verwandt. Borverbindungen wurden im antiken Rom zur Glasherstellung verwandt.
Erst 1808 stellten Sir Humphrey Davy, Gay-Lussac und L.J. Thenard unabhängig voneinander durch Elektrolyse von Borsäure verunreinigtes Bor mit 50%iger Reinheit her. 1824 erkannte Jöns Jacob Berzelius den elementaren Charakter des Stoffes. Die Darstellung von reinem kristallisiertem Bor gelang dem amerikanischen Chemiker W.Weintraub im Jahre 1909.Vorkommen
Bor kommt natürlich nur in sauerstoffhaltigen Verbindungen vor. Große Lagersätten befinden sich in den USA (Mojave Wüste), Türkei und Argentinien. Staßfurter Kalisalze enthalten geringe Mengen vergesellschaftetes Borazit.Herstellung
Amorphes Bor wir durch die Reduktion von Bor(III)-oxid, B2O3, mit Magnesiumpulver hergestellt.
Kristallines Bor erhält man durch
Vorsichtsmaßnahmen
Elementares Bor in geringen Dosen ist nicht giftig.
Einige Borverbindungen wie die Borane (Borwassertsoffverbindungen) sind allerdings hochgradig toxisch und müssen mit größter Sorgfalt gehandhabt werden.Physiologie
Bor ist essentielles Spurenelement. Der menschliche Bedarf beträgt etwa 0,2 mg/Tag. Dosen über 100 mg/Tag können Vergiftungserscheinungen hervorrufen.