Border Collie

Border Collie ist eine Rasse von Arbeitshunden aus Schottland.

Der Border Collie zählt aufgrund seiner Intelligenz sowie seines Arbeitstriebes sicherlich zu den faszinierendsten Hunderassen. Lange wurde der Border Collie fast ausschließlich als Hütehund für Schafe auf den Britischen Inseln gehalten. Durch das rasche Ansteigen der Popularität des Agility Sportes in England und Europa wurde diese Rasse auch abseits von Farmen immer beliebter. In den letzten Jahren wurde diese Hundrasse, nicht zuletzt durch Filme wie "Ein Schweinchen namens Babe", auch als Familienhund immer gefragter.

Diese Entwicklung hat aber zur Folge, dass mit einer Vielzahl von Border Collies nicht mehr dem Rasseziel entsprechend gearbeitet wird und diese Hunde vor allem geistig (als auch körperlich) zugrunde gehen. Als "Ausgleich" werden Autos, Kinder oder ähnliches gehütet, was natürlich fatale Folgen hat. Ebenso kann der Mangel an Arbeit zur "Selbstverstümmelung" des Hundes führen. Weiter führt die steigende Nachfrage an Border Collies dazu, dass eine Vielzahl von Hobby-Züchtern (denen es nicht nur um das eigentliche Zuchtziel und eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Rasse geht) einen Wurf mit ihrer Hündin haben.

Die ersten Berichte über arbeitende Schäferhunde stammen aus der Zeit kurz vor Christi Geburt aus Italien, nachdem die Römer in Britannien eingefallen sind und mehrere dieser Hunde mit nach Italien genommen hatten.

Um 800 nach Christus nahmen die Wikinger, welche damals von ihren Feldzügen gegen Britannien heimkehrten, ebenfalls schon Hirtenhunde mit in Ihre Heimat.

Die erste richtige Beschreibung über die Arbeitsweise des heutigen Border Collies stammt von 
Dr. John Caius, Leibarzt der Queen Elisabeth I, im Buch "Treatise on Englische Doggess" aus dem Jahre 1570. 

Als Stammvater des heutigen Border Collies gilt Old Hemp (1893), im Besitz des Farmers Adam Telfer. Dieser Hund bestach durch seine außergewöhnlichen Hütefähigkeiten, wodurch er zum bedeutendsten Zuchtrüden wurde. Die Rassebezeichnung "Border Collie" stammt von seiner geographischen Herkunft, dem Grenzland (Border Line) zwischen England und Schottland, und wurde seit 1910 verwendet. Seit 1906 gib es in England die Züchtervereinigung "International Sheep Dog Society (ISDS)", welche sich nicht mit dem Aussehen der Border Collies, sondern mit ihren Arbeitsqualitäten beschäftigt. Von der FCI wird der Border Collie seit 1976 anerkannt.

Die International Sheep Dog Society hat bis heute noch keinen Rassestandard für Border Collies herausgebracht. Für diese Züchtervereinigung zählt ausschließlich die Arbeitsleistung des Hundes am Hüteobjekt.

Der von der FCI herausgegebene Rassestandard ist im Vergleich zu anderen Hunderassen relativ großzügig ausgelegt. Im allgemeinen unterscheidet man zwischen "Show Border Collies" und "Arbeits Border Collies"

Table of contents
1 Rassestandard nach FCI
2 Weblinks

Rassestandard nach FCI

Körperbau

Harmonisch, mehr lang als hoch, harmonisch, muskulös, für Schnelligkeit, Beweglichkeit und Ausdauer gut geeignet;

Gangwerk

Die Bewegung sollte frei, fließend und unermüdlich sein. Die Pfoten sollten dabei möglichst wenig abgehoben werden, damit sich der Hund schleichend und mit großer Geschwindigkeit bewegen kann.

Kopf

Breit, ausgeprägter Stop, Nase schwarz, braun, schiefer je nach Hundefarbe, Fang mäßig kurz und kräftig;

Augen

Breit voneinander angesetzt, mittlere Größe, oval, braun, außer bei Blue-Merles, bei denen ein oder beide Augen teilweise oder ganz blau sein dürfen, sanfter, intelligenter, arbeitsfreudiger Ausdruck;

Fang

Vollständiges Scherengebiß, wobei die Schneidezähne des Oberkiefers knapp über die des Unterkiefers greifen;

Ohren

Aufrecht oder gekippt, mittlere Größe;

Pfoten

Oval, gut gepolstert, kurze kräftige Krallen;

Rute

Mäßig lang, aber mindestens bis zum Sprunggelenk, gut behaart, tief angesetzt, nie über den Rücken getragen;

Farbe

Eine vielzahl von Farben ist erlaubt, wobei weiß sollte nie vorherrschen sollte. Z.B. folgende Farben: Schwarz-weiß, tricolor, braun, rot, blau, blue-merle, rot-merle, schwarz-weiß gemottelt;

Haarkleid

Zwei Fellvarietanten sind anerkannt, mäßig lang und stockhaarig, dichtes Haarkleid mit dichter Unterwolle und mittlerer Textur, bei mäßig langem Haarkleid gute Mähne am Hals und Fahne an der Rute, Gesicht und Ohren sowie Vorder- und Hinterläufe ab Sprunggelenk sollten glatt sein;

Größe

Ideal: Rüden 53 cm, Hündinnen etwas weniger

Weblinks