|
|
In Berlin studierte Boris Blacher zunächst Mathematik und Architektur und ab 1924 Komposition und Musikwissenschaft an der dortigen Musikhochschule. Nach einer Lehrzeit am Dresdener Konservatorium kehrte er 1948 nach Berlin zurück und wurde dort 1953 Direktor der Musikhochschule (heute Fakultät an der Universität der Künste Berlin) und ab 1960 Inhaber eines Lehrstuhls für elektronische Komposition.
Boris Blacher muss als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Gegenwartsmusik angesehen werden. Er setzte bei seinen Kompositionen vor allem ein System der variablen Metren ein, um eine musikalische Symmetrie mit vielen, teilweise mathematisch aufgebauten Taktwechseln zu durchbrechen.
Boris Blacher schrieb 8 Opern, 8 Ballettmusiken, Solokonzerte für Klavier, Violine, Cello und Trompete sowie Kantaten, Chorwerke und Kammermusikwerke.