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Die Büraburg liegt auf dem Büraberg, einem auf drei Seiten steil zum Edertal abfallendem Bergsporn oberhalb des Ortes Ungedanken bei Fritzlar (ca. 65 km nördlich von Marburg). Die aus bis zu drei hintereinander gestaffelten Grabenanlagen und einem durchgehenden Mauerring mit drei Toren bestehende fränkische Befestigungsanlage vom Ende des 7. Jh. bis in die Mitte des 9. Jh. umfaßt einen ca. 8 ha großen Innenbereich mit nachweislich dichter, regelmäßiger Bebauung. Dem befestigten Bereich östlich vorgelagert bestand auf der der vermutlichen Hauptangriffsrichtung entgegengesetzten Seite eine ca. 4 ha große Vorburg. Die Besiedlung des Platzes verlagert sich ab ca. 850 nach Ungedanken und Fritzlar und läuft im 13. Jh. endgültig aus.
Auf dem Gipfelplateau befindet sich die der irischen Nationalheiligen Brigida geweihte Kapelle, die auf die ehemalige Bischofskirche zurückgeht. Ältester erhaltener Bauteil ist die Chorbogenwand, die mittels 14C-AMS Analysen (ETH Zürich, 2002) in den Zeitraum 543-568 bzw. 558-667 datiert werden konnte. Damit handelt es sich um den in seinen Ursprüngen ältesten Kirchenbau östlich des Limes.
Die 32 Jahre nach der Bistumsgründung auch in den fränkischen Reichsannalen zum Jahr 774 im Zusammenhang mit den Sachsenkriegen Karls des Großen erwähnte Reichsfestung im Grenzbereich zwischen Franken und Sachsen wird bereits 723 Bonifatius als Operationsbasis und militärischer Schutzschirm bei der Fällung der Donareiche in der Nähe des nur wenige Kilometer Luftlinie entfernten Geismar gedient haben.
Bischöfe: Witta (741-746), Meginoz (747-786?)