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Die Burenrepublik Oranjefreistaat (baut derzeit wieder einen Staat im Staate Südafrika auf, unter anderem stützt sich dieser auf die Rassentrennung) und die Südafrikanische Republik bekämpften gemeinsam die englischen Kolonien Natal und Kapland.
Auslöser des Konflikts war die Annektion der Südafrikanischen Republik seitens Großbritanniens 1877, doch erkannte die Krone 1881 nach heftigen Scharmützeln die Unabhängigkeit des Staates wieder an. Just zu dieser Zeit fand der Goldrausch statt, was eine großflächige Besiedlung nach sich zog, und mehr und mehr britannische Goldgräber die Region für sich entdeckten. Diese Kolonisten forderten für sich das volle Bürgerrecht, was ihnen jedoch die Buren verweigerten. (Es entstand eine parallele wie in Rom bei den eroberten Stadtstaaten, die meist auch nur das latinische Bürgerrecht erhielten.)
Die bis 1899 währende Friedenszeit, endete mit dem neuerlichen Trachten nach Säbelrasseln zwischen Paulus Kruger, welcher 1883 Präsident der Südafrikanischen Republik wurde, und dem Gesandten der britischen Krone Sir Alfred Milner, dem Gouverneur von Kapstadt (Kapland).
Nach einem Ultimatum, das Kruger Milner stellte, brach am 12. Oktober 1889 der Burenkrieg aus.
Die Truppenanzahl der Buren betrug 40.000 Mann, denen nur 20.000 Britische Soldaten gegenüberstanden. Zwecks dieses Vorteils übernahm die Burenarmee die Offensive und belagerte Ladysmith, Kimberley und Mafeking. Die damalige Moral der Britan sank gegen Null, da alle Städte nicht entsetzt werden konnten und die "Rotröcke" vernichtend geschlagen waren. Um das Gesicht zu wahren, entsandte Queen Viktoria zwei Expeditionskorps mit den Kommandeuren Roberts und Kitchener.
Die Korps landeten mit 60.000 Mann in Kapstadt, Port Elizabeth und East London. Als erstes fand eine Entsetzung von Ladysmith mit 26.000 britischen Soldaten statt. Die südafrikanische Hauptstadt Pretoria fiel am 5. Juli. Daraufhin protektierten die Engländer den Freistaat. Als Antwort darauf führten die Farmer einen zermürbenden Guerillakrieg gegen das Expeditionskorps. Diese Aktionen konterte Roberts mit dem Prinzip der "verbrannten Erde", das vorallem noch im zweiten Weltkrieg Anwendung finden sollte. Nach der Abordnung von Lord Roberts nach England übernahm Kitchner das Kommando. Da der neue Befehlshaber sich nach einem raschen Ende der Kampfhandlungen sehnte, ließ er Konzentrationslager errichten, in denen auch Frauen und Kinder eingepfercht wurden und zehntausende Insaßen starben. Überdieß wurden Ureinwohner Südafrikas angeworben, obwohl sich beide Kriegsparteien am Anfang darauf einigten, diese nicht in den Krieg miteinzubeziehen.
Die Konsequenz daraus war, dass sie den Nativs keine Grundrechte einräumten, und sie nach der Gefangennahme erschossen, so richtete auch Kitchner jeden burischen Gefangenen hin.
Über 30.000 zivile Tote waren nach dem Tod Queen Vikorias zu beklagen, ihr folgte ihr Sohn Edward VII nach. Durch den Druck der europäischen Mächte und dem Entsetzen der Welt sah sich der Monarch dazu veranlasst, gerechte Friedensbedingung durchzusetzen.
Am Ende stand die Ratifizierung des Vertrags, wobei die Briten den Buren das Recht ihrer eigenen Sprache zusicherten (Afrikaans) und die Farmer ihre Traditionen beibehalten ließ, doch mussten diese im Gegenzug die britische Staatsbürgerschaft anerkennen.
Der Friedensvertrag wurde am 31. Mai 1902 unterzeichnet. Zu diesem Zeitpunkt waren 250.000 britische Soldaten in Südafrika stationiert, die von einem Kontingent von 30.000 Rebellen bekämpft wurden.