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Arthur Phillip (*1738; † 1814) gilt als eigentlicher Entdecker des Port Jackson, der von James Cook seinen Namen erhielt, ohne dass er diesen erforschte. Als im Januar 1788 die so genannte Erste Flotte in der Botany Bay ankerte, mussten Phillip und seine Offiziere feststellen, dass sie zum Siedeln nicht geeignet war. Bei der Durchfahrt des Port Jacksons äußerte Philipp, dass man den "... besten Hafen der Welt" gefunden habe.
Der Sohn eines Frankfurtersers Buchhändler und einer Engländerin trat mit 17 der Marine bei. Zum Ende des Siebenjährigen Krieges (1756 - 1763) quittierte er seinen Dienst bei der englischen Marine. Phillip versuchte sich als Landwirt, was schließlich scheiterte. Von 1774 bis 1778 trat er mit Erlaubnis der englischen Admiralität in den Dienst der portugiesischen Krone. Für die portugiesischen Marine führte er erste Überseedeportationen durch. Bei Beginn des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges (1775 - 1783) wurde er nach England zurückberufen.
Nach dem Verlust der 13 Kolonien stellte die Regierung Großbritanniens Überlegungen, wohin man die Strafgefangenen transportieren könnte. Vorher waren sie nach Amerika verbracht worden. Die Admiralität erinnerte sich an die Forschungsreise James Cooks und wählte Australien als Gefängnisstätte aus. 1786 wurde Phillip mit den Vorbereitungen beauftragt. Im Mai 1787 fuhren elf Schiffe nach Botany Bay, die als Erste Flotte in die Geschichte eingingen. Am 26. Januar 1788 landeten sie in einer Bucht des Port Jackson, an der Stelle, wo sich heute das Sydney Opera House befindet. Phillip benannte diese Bucht nach dem damaligen englischen Innen- und Kolonialminister Thomas Townsend Sydney Cove. Bis 1792 leitete Phillip als Gouverneur die Geschicke der Sträflingskolonie. Nachdem er seinen Posten verlassen hatte, herrschten bis 1810 Anarchie und Chaos.
Während der napoleonischen Kriege, an denen Phillip noch aktiv teilnahm, starb er als Admiral 1814.