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Carl Bosch (* 27. August 1874 in Köln; † 26. April 1940 in Heidelberg) war ein deutscher Chemiker.
Er wurde geboren als Sohn eines Installateur-Meisters. Sein berühmter Onkel Robert Bosch wird gerne mit ihm verwechselt.
Nach einem Studien-Anfang im Hütten-Fach (Giessereiwesen) wechselt er aber bald zur Chemie.
Sein Eintritt in die BASF ist der Anfang zu einer steilen Karriere die ihn bis hin zum Vorstand der IG-Farben führt. Seine privaten Interessen gehen von der Mineralogie, über die Botanik und das Sammeln und Präparieren von Schmetterlingen und Käfern bis hin zur Astronomie. Er nimmt immer wieder die Rolle des Förderers und Stifters wahr. Seine teils offene Kritik an der geschäftschschädigenden Aussenpolitik der Nationalsozialisten sowie der im wirtschaftlichen Sinne kontra-produktiven Juden-Verfolgung und der inhumanen, unsozialen Ausgrenzung ganzer Volksgruppen aus dem Erwerbsleben bescheren ihm z.B. Rudolf Hess als Gegner.
Er entwickelte zusammen mit Fritz Haber das 1910 patentierte Haber-Bosch-Verfahren zur Ammoniak-Gewinnung.
Bosch erhielt 1931 zusammen mit Friedrich Bergius den Nobelpreis für Chemie "für ihre Verdienste um die Entdeckung und Entwicklung der chemischen Hochdruckverfahren".
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