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2 Werke 3 Literatur 4 Weblinks |
Leben
Nach dem Studium in Berlin, München und Straßburg promovierte er 1911 in Straßburg. Dort wurde er 1916 für Staats- und Verwaltungsrecht, Völkerrecht und Staatstheorie auch habilitiert. In kurzen Abstände folgte er Rufen nach Greifswald, Bonn, Berlin, Köln und wieder Berlin. Nachdem Schmitt zunächst dem Nationalsozialisten (wohl aus emotionaler Distanz zu Massenbewegungen) abgeneigt war, stellte er sich nach Adolf Hitlers Machtergreifung auf deren Seite und diente dem Regime als Kronjurist, wie er verschiedentlich genannt wurde. 1933 trat er der NSDAP bei, wurde preußischer Staatsrat, Fachgruppenleiter im NS-Rechtswahrerbund und Herausgeber der Deutschen-Juristen-Zeitung (DJZ).
Als Reaktion auf die Morde des NS-Regimes vom 30. Juni 1934 im Zuge der Röhm-Affaire rechtfertigte er in der DJZ die Selbstermächtigung Adolf Hitlers mit einem Artikel "Der Führer schützt das Recht" in der DJZ (1. August 1934, Heft 15 des 39. Jahrgangs, Spalten 945 - 950).
Er fiel aber 1936 in Ungnade, legte nach Angriffen alle seine Parteiämter nieder und führte fortan ein zurückgezogenes Leben in seinem Heimatort.
Sein bekanntestes Werk dürfte die Verfassungslehre von 1928 sein, in der er die Verfassung der Weimarer Republik kritisierte, und sich für eine autoritäre Zentralgewalt aussprach. Seine dort vertretene Philosophie ist autoritär, antidemokratisch und konsequent gegen jeden Liberalismus gewandt. Sie können als theoretische Grundlage des Führerprinzips gelesen werden.
Carl Schmitt bezieht sich vielfach auf Thomas Hobbes, Juan Donoso Cortés und Lorenz von Stein.
Da Schmitt sich nie ausdrücklich von den Nationalsozialisten distanziert hat, ist ihm zu Lebzeiten eine Rehabilitation, wie sie vielen anderen zu Teil wurde (z. B. Karl Larenz, Theodor Maunz), versagt geblieben. Durch die offene Unterstützung auch des Antisemitismus der NS-Ideologie hatte er sich in den Augen der 68er-Bewegung moralisch zu Grunde gerichtet. Allerdings finden sich in der juristischen Literatur vermehrt Versuche, dies nach seinem Tode nachzuholen. Im Mittelpunkt des literarischen Interesses steht dabei insbesondere seine Nähe zum Nationalsozialismus seit 1933, nach anfänglicher Distanz.
Werke
Literatur
Weblinks