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Ihre Anhänger, die Charidschiten, lehnen jegliche familiäre oder stammesmäßige Bevorzugung bei der Auswahl des Kalifen strikt ab. Nach ihrer Auffassung soll der beste Muslim Kalif werden, auch wenn er der Sohn des niedrigsten Sklaven wäre. Leider führte die Frage wer der geeignetste Kalif wäre zu endlosen Streitereien und Kämpfen untereinander. Sie erkennen nur die ersten beiden Kalifen als rechtgeleitet an und sind in gewisser Weise der Gegenpol zu den Schiiten, die für einen strikten Verbleib des Kalifats bei den direkten Nachkommen des Propheten Mohammed über die Nachkommen seiner Tochter Fatima mit seinem Vetter und Schwiegersohn Ali ibn Abi Talib eintraten und von denen sich die Charidschiten schon im Jahre 657 trennten. Viele radikalisierten sich aber derart, dass sie durch blutige (teilweise gegenseitige) Bekriegung fast augerottet wurden. Deshalb hat auch nur die "gemäßigtste" von 'Abd Allah ibn-Ibad um 680 in Basra gegründeten Gemeinschaft als so genannte Ibaditen in abgelegenen Gegenden als unauffällige Minderheiten überlebt.
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