Charité

Die Charité ist ein berühmtes und großes Krankenhaus in Berlin.

Geschichte

1710 bedrohte eine Pest die Stadt Berlin. König Friedrich I ließ daraufhin ein so genanntes Quarantäne-Haus bauen. Dieses wurde nach der Pest noch weiter als Krankenhaus für arme Kranke genutzt. Später diente es zur Ausbildung von Ärzten im Militärdienst, wobei König Friedrich Wilhelm I das Haus dann Charité nannte.

Die Charité wurde dem 1724 gegründeten Collegium medico-chirurgicum angegliedert. So entstand eine Ausbildungsstätte für Mediziner mit Weltruf.

1810 wurde die Berliner Universität gegründet, deren erster Dekan Christoph Wilhelm Hufeland war. Er war gleichzeitig aber auch Ausbilder in der Charité, so wurde die Charité immer dem Universitätsbetrieb eingegliedert.

In der folgenden Zeit wurde der Name Charité durch zahlreiche hrausragende Ärzte nd Wissenschaftler, wie Rudolf Virchow, Helmholtz, Robert Koch, Paul Ehrlich, Behring und Begründer medizinischer Spezialgebiete wie Traube, Heubner, Bonhoeffer, Aschheim, Zondek, Bier, Ferdinand Sauerbruch, Stoeckel. Acht spätere Nobelpreisträger begannen ihren wissenschaftlichen Weg an der Charité.

Die Zeit des Nationalsozialismus war auch für die Charité eine äußerst unrühmliche Zeit. Zahlreiche jüdische Ärzte wurden entlassen und weltberühmte Einrichtung galt auch in dieser Zeit als Deutsche Eliteeinrichtung.

Am 1. Januar 1988 erfolgte die Zusamenführung der Charité mit dem Rudolf Virchow Klinikum, der neue gemeinsame Name lautete Universitätsklinikum Charité der Humboldt-Universität zu Berlin.

Mitte 2003 kam es dann zur nicht ganz unumstrittenen Fusion mit der medizinischen Faklutät der Freien Universität Berlin. Die Entscheidung erwuchs hauptsächlich aus der angespannten Haushaltslage des Landes Berlin. Trotz einiger Einwände seitens der FU Berlin und des Universitätskrankenhauses Benjamin Franklin blieb der Name Charité erhalten. Lediglich das Logo, ursprünglich ein Schriftzug, basierend auf der Handschrift von Friedrich Wilhelm I wurde durch ein modernes Doppel-C ersetzt. Der offizielle Name der zu beiden Universitäten gehörenden Fakultät lautet "Charité - Universitätsmedizin Berlin".

Durch die Zusammenlegung der beiden Einrichtungen ist Europas größte Universitätsklinik mit 15.000 Mitarbeitern, 3.500 Betten, 8.000 Studenten, einem Jahresumsatz von einer Milliarde Euro und 4 Standorten in den Berliner Bezirken Buch, Mitte, Steglitz und Wedding entstanden.

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Siehe auch: Medizinische Hochschule Hannover




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