Chemische Bindung

Mit Bindung bezeichnet man in der Chemie die Art und Weise, wie Atome in Verbindungen miteinander verknüpft sind.

Es gibt verschiedene Varianten, die sich in der Art und Weise unterscheiden, wie die Atome zusammenhalten. Welche Bindung vorliegt, hängt von den miteinander verbundenen Atomen und von der Elektronegativität dieser Atome ab.

Nicht zu den chemischen Bindungen im engeren Sinne gehört die Wasserstoffbrückenbindung, die gleichwohl für die physikalischen Eigenschaften von Stoffen wie Wasser, insbesondere aber für die Struktur großer organischer Moleküle (DNA, RNA, Proteine) wichtig ist. Eine sehr lockere Wechselwirkung zwischen Molekülen tritt bei der van-der-Waals-Bindung auf.

Verbindungen zwischen den Atomen sind nur deshalb möglich, weil Energie in Form der Bindungsenergie frei wird. Die Größe der Bindungsenergie kann zur Charaktierisierung der Bindung herangezogen werden. Bei geringen Bindungsenergien, die hauptsächlich durch elektrische Anziehungskräfte zustande kommen, spricht man von Physisorption. Zu der Physisorption gehört z.B. die Van-der-Waals-Bindung oder die Wasserstoffbrückenbindung. Bei größeren Bindungsenergien spricht man von Chemisorption, bei der die beteiligten Elektronen-Orbitale überlappen und so zu einer Bindung führen. Zur Chemisorption gehört u.a. die (kovalente) Atombindung, die Ionenbindung oder die Metallbindung.

Von Physisorption spricht man bei Bindungsenergien im meV-Bereich, von Chemisorption im eV-Bereich und größer. Eine genaue Grenze zwischen beiden ist oftmals nicht möglich.



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