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Beim Menschen wird Cholesterin zum Großteil selber in der Leber produziert (ca. 700 mg/Tag), zum kleineren Teil mit der Nahrung aufgenommen.
| Table of contents |
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2 Synthese und Abbau 3 Blutspiegel 4 Das "gute" und das "schlechte" Cholesterin 5 Quellen |
Cholesterin ist ein wichtiger Bestandteil aller Zellmembranen und stellt den Ausgangsstoff für die Bildung von Gallensäuren, Hormonen und Vitamin D dar, ist also in richtigen Mengen ein unverzichtbarer Grundbaustein für den ganzen Körper.
Die Synthese des scheibenförmigen Moleküls erfolgt über jeweils 3 aktiviert Essigsäurereste (Acetylcoenzym A) und über viele Zwischenstufen. Im Blut liegt es teilweise verestert mit Fettsäuren vor. Cholesterin wird vor allem in der Leber wieder abgebaut und als Gallensäuren über den Darm wieder ausgeschieden.
Das Cholesterin ist für Tiere und den Menschen ein lebenswichtiger Stoff, da jeder Mensch in seinem Körper Cholesterin synthetisiert.
Es gibt Menschen, die bei ihrer Ernährung völlig auf tierische Produkte inklusive Eier und Milch verzichten (Veganer) und somit kein Cholesterin mit der Nahrung aufnehmen. Solange sie auf eine ausreichende Vitamin- und Spurenelementzufuhr achten, hat der völlige Verzicht auf Cholesterin wahrscheinlich keine negativen Konsequenzen.
Die Höhe des Cholesterinspiegels hängt von der körpereigenen Produktion, von der äußeren Zufuhr mit der Nahrung und vom Verbrauch z. B. durch körperliche Bewegung ab. Bei der Mehrzahl der Menschen mit erhöhtem Cholesterinwert ist dieser Folge sowohl einer erhöhten Zufuhr mit der Nahrung, als auch eines verminderten Verbrauches bei mangelnder körperlicher Bewegung.
Cholesterin kommt in den Organen in bedeutenden Mengen vor.
Das "böse", weil Gefäß schädigende Cholesterin, nennt sich
LDL-Cholesterin (Low Density Lipoprotein).
Das Gesamt-Cholesterin im Blut sollte kleiner als 200 mg/100 ml,
das HDL sollte größer als 35 mg HDL und
das LDL sollte kleiner als 120 mg sein.
Das zu hohe Cholesterin im Blut ist (bei Männern) ein wesentlicher Risikofaktor für den Herzinfarkt, den Schlaganfall und andere Durchblutungsstörungen.
Das American National Heart, Lung and Blood-Institute führte Metastudien
zum gesundheitlichen Nutzen der Cholesterinsenkung durch. 19 Studien wurden analysiert. Untersucht wurden 650 000 Menschen und 70 000 Todesfälle: Geringe Cholesterinspiegel gehen nicht mit einer allgemeinen Erhöhung der Lebenserwartung einher, sondern beziehen sich nur auf Herz-Kreislauferkrankungen, sie erhöhen das Risiko von Schlaganfällen und das Krebsrisiko. Durch eine Verringerung senkt sich auch der Serotoninspiegel ab und führt zu schlechter Stimmung unter Umständen sogar bis zur Selbsttötung.
Der Einfluss der Nahrungsfette auf den Cholesterinspiegel ist bei sehr vielen Menschen sehr gering. So hat die eine prospektive Studie, die Verbundstudie Ernährungserhebung und Risikofaktoren Analytik (VERA, von 1985-1988 mit 25.000 Teilnehmern) ergeben, dass auch bei verschiedenen Mengen von gesättigten, aber auch ungesättigten Fettsäuren sowohl die HDL-, als auch die LDL-Werte sich, wenn überhaupt, nur minimal änderten. Da das Cholesterin ein lebenswichtiger Stoff ist, hängt die Höhe des Cholesterinspiegels im Wesentlichen nicht von der Nahrungszufuhr ab, der Großteil wird synthetisiert.
Es gibt erbliche Störungen des Cholesterinstoffwechsels (familiäre Hypercholesterinämie), die unabhängig von der Nahrungsaufnahme zu stark erhöhten Cholesterinwerten im Blut führen. Träger dieser Erbfaktoren sind durch Herzinfarkte und andere Gefäßkrankheiten schon in jüngeren Jahren betroffen.
Diese erblichen Formen des hohen Cholesterinspiegels sind zumindest in der reinerbigen Form eher selten.
Links
Funktion
Synthese und Abbau
Blutspiegel
Cholesterin ist im Blut nicht löslich und braucht daher eine wasserlösliche Hülle aus Fett und Eiweiß, genannt Lipoprotein. Das "gute" und das "schlechte" Cholesterin
Das HDL-Cholesterin (High Density Lipoprotein) ist das "gute" Cholesterin, weil es einen Schutzfaktor gegen Gefäßverkalkungen und somit gegen den Herzinfarkt darstellt.
Es transportiert das Cholesterin von den Gefäßen weg zur Leber zurück.Quellen