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Als ihr Vater in der Schlacht bei Lützen starb und sie seine Nachfolgerin wurde, war sie 6 Jahre alt. Bis 1636 lebte sie bei ihrer Mutter Elenora Maria von Brandenburg, danach, als diese depressiv wurde, bei ihrer Tante Katharina von Pfalz-Zweibrücken, deren Sohn Karl Gustav später Christines Nachfolger werden sollte. Christina lernte Reiten und Jagen, legte wenig Wert auf ihre Kleidung und verbrachte ihre Nächte lieber mit ihren Studien als mit Schlaf.
Seit 1635 zur Königin erzogen, übernahm sie 1644 als 18-Jährige die Regentschaft. Bis dahin führte Kanzler Axel Oxenstierna (1583 - 1654) die Regentschaft. Dieser sicherte im Westfälischen Frieden 1648 Vorpommern, Rügen und Bremen. Auch wurden während ihrer Regentschaft Jämtland gewonnen und Königsberg erfolglos besetzt. Nach zehn Jahren konnte sie 1654 gegen den Willen des Reichsrates zugunsten ihres Vetters abdanken (die Gründe für diese Entscheidung sind bis heute unklar). Bis dahin hatte sie die Macht der Krone gestärkt und übte Toleranz. Nachfolger wurde der oben erwähnte Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken als Karl X. Gustav (1654 - 1660).
Nach ihrer Abdankung konvertierte sie Weihnachten 1654 zum Katholizismus, was man als Protest gegen die strenge protestantische Erziehung werten kann. Angeblich hatte sie auch Ambitionen auf die Kronen Neapelss und Polens. Sie starb am 19. April 1689 in Rom, was im Laufe der Jahre ihr Wohnsitz wurde.
Christine führte einen sehr prunkvollen Hof, einen der prunkvollsten in Europa, was zwar einen starken Eindruck auf ihre Zeitgenossen ausübte und dazu führte, das sie ernstgenommen wurde, allerdings führte sie Schweden damit an den Rand des finanziellen Ruins, was ihr später den Vorwurf der Verschwendung einbrachte. Gelehrte und Künstler aus aller Welt verkehrten zu ihrer Zeit an Schwedens Hof. Sie kaufte und baute Bibliotheken, unterhielt eine Gemäldesammlung und unterstützte Gelehrte mit grosszügigen Renten. Eines ihrer Lieblingsprojekte war die Universität Uppsala, die sie grosszügig mit Gebäuden und Büchern ausstattete.
Wechselweise bezeichnete man sie "Pallas des Nordens", "Semiramis des Nordens" und "Sybille des Nordens". Auch unterstellte man ihr lesbisch zu sein, Briefe dieser Art sind aber eindeutig gefälscht. Sie weigerte sich ihr ganzes Leben lang, zu heiraten, was ihren Cousin und Nachfolger Karl X. Gustav in den Alkohol trieb.
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| width="30%" align="center" | Vorgänger:
Leben
Gustav II. Adolf
| width="40%" align="center" | Liste der schwedischen Könige
| width="30%" align="center" | Nachfolger:
Karl X. Gustav
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